Nach monatelangem Schweigen meldet sich ZK Casino mit einer überraschenden Ankündigung zurück: Erste Rückzahlungen laufen an. Doch von den über 10.000 Betrugsopfern haben bisher nur 35 Prozent ihr Geld zurückerhalten. Der 33-Millionen-Dollar-Skandal ist damit längst nicht ausgestanden.
- ZK Casino startet Rückzahlungen an 35 Prozent der Betrugsopfer
- Weitere 40 Prozent sollen nächste Woche folgen – Vollrückzahlung fraglich
- Über ein Jahr nach dem Kollaps warten 10.000 Nutzer weiterhin auf ihr Geld
We have just processed ~35% of all ETH withdrawal requests for @ZKasino_io bridgers (approx 2500/8000 addresses).
— Derivatives Monke (@Derivatives_Ape) November 9, 2025
If you are among these ~35%, you will find your ETH either on:
– zkSync Lite: https://t.co/t3mQyR3KQ1 simply connect your regular EVM account and it should be… https://t.co/krNESLUqQ0
Der anonyme Gründer des Projekts, bekannt als Derivatives Monke, teilte am 10. November auf X mit, dass erste Rückerstattungen auf zkSync Lite und zkSync Era erfolgt seien. Rund 35 Prozent der betroffenen Adressen hätten ihre Ethereum-Einlagen zurückerhalten. Weitere Auszahlungen sollen folgen.
Die Beträge werden derzeit noch angepasst. Einige Nutzer könnten zusätzliche Zinsen erhalten, abhängig von der finalen Berechnung. Größere Abhebungen erfordern allerdings Identitätsprüfungen – eine rechtliche Vorgabe, so der Gründer.
Von Versprechungen zum Betrug
ZK Casino startete im April 2024 mit einem vermeintlich simplen Angebot: Nutzer sollten ETH in die Layer-2-Chain bridgen, Rendite erwirtschaften und jederzeit abheben können. Stattdessen wandelte das Projekt die Einlagen in ZKAS-Token um und staked die Ethereum-Bestände auf Lido.
Mehr als 10.000 Nutzer verloren dadurch Zugang zu ihren Geldern. Die Schäden werden auf rund 33 Millionen Dollar geschätzt. Selbst Ethereum-Mitbegründer Vitalik Buterin kritisierte das Projekt scharf und stellte die Behauptung infrage, dass ZK Casino überhaupt Zero-Knowledge-Technologie verwende.
On-chain-Analysten verbanden das Team später mit früheren Betrugsmaschen. Niederländische Behörden nahmen mehrere Personen fest, konnten damals jedoch nur einen Bruchteil der Gelder sicherstellen.
Skeptische Reaktionen der Community
Besonders besorgniserregend: Die Steuerbasis könnte durch die Abwanderung vermögender Personen erodieren. New York droht ein EDie aktuellen Rückzahlungen bringen zwar erste Erleichterung, lösen den Fall jedoch nicht vollständig. Erst rund ein Drittel der Nutzer hat bisher Zugriff auf die eigenen Mittel. Der Gründer kündigte an, mit mehreren Parteien an den verbleibenden Auszahlungen zu arbeiten.
Laut Update könnten nächste Woche weitere 40 Prozent der Rückerstattungen abgewickelt werden. Das würde die Quote auf insgesamt 75 Prozent aller betroffenen Wallets anheben. Der Zeitplan bleibt dennoch unsicher.
Viele Geschädigte zeigen sich skeptisch. Die monatelangen Verzögerungen und das Fehlen externer Kontrolle nähren das Misstrauen. Ob die restlichen 25 Prozent jemals ausgezahlt werden, hängt von Liquiditätsbedingungen, rechtlichem Druck und dem Umgang mit verbleibenden On-chain-Assets ab.xodus wohlhabender Bürger.






