XUSD verliert 70 %: Was hinter dem 93-Millionen-Crash steckt

Depeg-Drama

XUSD verliert 70 %: Was hinter dem 93-Millionen-Crash steckt

XUSD verliert 70 %: Was hinter dem 93-Millionen-Crash steckt

Der Stablecoin XUSD von Stream Finance ist am Dienstag auf ein Allzeittief von 0,30 Dollar abgestürzt. Auslöser war der Verlust von 93 Millionen Dollar durch einen externen Fondsmanager. Das DeFi-Protokoll hat daraufhin sämtliche Auszahlungen eingefroren.

  • XUSD stürzt auf 0,30 Dollar – einer der steilsten Stablecoin-Depegs 2025
  • Stream Finance verliert 93 Millionen Dollar durch externen Manager
  • Alle Ein- und Auszahlungen gestoppt, Anwälte eingeschaltet

Yesterday, an external fund manager overseeing Stream funds disclosed the loss of approximately $93 million in Stream fund assets.

In response, Stream is in the process of engaging Keith Miller and Joseph Cutler of the law firm Perkins Coie LLP, to lead a comprehensive…

— Stream Finance (@StreamDefi) November 4, 2025

Der Staked Stream USD verlor innerhalb von Stunden mehr als 70 Prozent seines Wertes. Laut Daten von CoinGecko fiel der Stablecoin zeitweise auf 0,30 Dollar. Aktuell notiert XUSD bei rund 0,34 Dollar – ein Minus von 72.2 Prozent in 24 Stunden.

Die Marktkapitalisierung liegt bei 52,4 Millionen Dollar, das Handelsvolumen bei gerade einmal 1,29 Millionen Dollar. Binnen einer Woche und eines Monats spiegelt die Performance den identischen Absturz wider. Damit zählt der Vorfall zu den dramatischsten Stablecoin-Depegs des laufenden Jahres.

Stream Finance zieht Notbremse

In einem Statement auf X bestätigte das Team von Stream Finance den Verlust und verkündete die sofortige Sperrung aller Ein- und Auszahlungen. „Gestern hat ein externer Fondsmanager, der Stream-Gelder verwaltete, den Verlust von etwa 93 Millionen Dollar offengelegt“, heißt es in der Mitteilung.

Das Protokoll beauftragte umgehend die Anwaltskanzlei Perkins Coie mit den Rechtsanwälten Keith Miller und Joseph Cutler. Ziel sei eine umfassende Untersuchung der Vorfälle. Parallel ziehe man alle liquiden Vermögenswerte ab.

„Bis wir das Ausmaß und die Ursachen des Verlustes vollständig bewerten können, bleiben alle Abhebungen und Einzahlungen vorläufig gesperrt“, so die Erklärung. Die Beauftragung von Perkins Coie zeige das „Engagement für Transparenz und Corporate Governance“.

Blockchain-Sicherheitsfirma schlägt früh Alarm

Die Blockchain-Sicherheitsfirma PeckShield meldete den Vorfall bereits am frühen Dienstag. Zunächst verzeichnete XUSD einen Rückgang um 23 Prozent, der sich binnen einer Stunde auf 58 Prozent ausweitete. Die DeFi-Community reagierte geschockt – der Absturz reiht sich ein in eine Serie verheerender Exploits.

#PeckShieldAlert Staked Stream USD $XUSD has depegged, down ~23%. @StreamDefi pic.twitter.com/dg9tXjOJfH

— PeckShieldAlert (@PeckShieldAlert) November 4, 2025

DeFi-Sektor unter Dauerbeschuss

Der XUSD-Crash kommt nur Tage nach dem 128-Millionen-Dollar-Hack bei Balancer V2. Auch mehrere Forks des Protokolls waren betroffen. StakeWise DAO konnte gemeinsam mit Sicherheitsexperten von Balancer und Gnosis Chain immerhin 73,5 Prozent der betroffenen Gelder retten – über 20 Millionen Dollar flossen zurück.

Laut einem aktuellen PeckShield-Bericht gab es allein im September mehr als 20 größere DeFi-Exploits mit einem Gesamtschaden von 127 Millionen Dollar. Das entspricht zwar einem Rückgang von 22 Prozent gegenüber August, dennoch kratzt die Schadenssumme für 2025 bereits an der Marke von drei Milliarden Dollar.

Zu den Opfern zählt auch die dezentrale Börse Bunni, die nach einem 8,4-Millionen-Dollar-Hack komplett den Betrieb einstellte. Das Team konnte sich neue Sicherheitsaudits nicht mehr leisten. Nutzer sollen ihre Assets dennoch abheben können, die verbleibenden Treasury-Mittel werden an Token-Holder ausgeschüttet.

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