Virtune startet erstes Stablecoin-ETP an europäischen Börsen

Europapremiere

Virtune startet erstes Stablecoin-ETP an europäischen Börsen

Virtune startet erstes Stablecoin-ETP an europäischen Börsen

Der schwedische Asset Manager Virtune hat am 5. November das erste Stablecoin-fokussierte Exchange Traded Product Europas lanciert. Das physisch besicherte STABLE-ETP wird an drei großen europäischen Börsen gehandelt und ermöglicht erstmals breiteren Zugang zum rasant wachsenden Stablecoin-Ökosystem.

  • Virtune startet erstes Stablecoin-Index-ETP in Europa
  • Handel an Nasdaq Stockholm, Helsinki und Deutsche Börse Xetra
  • 100 Prozent physisch besichert durch Coinbase-Verwahrung
Quelle: Globenewswire

Der schwedisch regulierte Krypto-Asset-Manager Virtune hat einen Meilenstein gesetzt. Mit dem Launch des Virtune Stablecoin Index ETP unter dem Bloomberg-Ticker STABLE eröffnet das Unternehmen institutionellen wie privaten Anlegern erstmals strukturierten Zugang zur Stablecoin-Infrastruktur. Das Produkt ist ab sofort über Avanza, Nordnet, SAVR, Scalable Capital, Smartbroker und Finanzen Zero handelbar.

Breite Diversifikation statt Einzelwetten

Das ETP bildet keinen reinen Stablecoin-Bestand ab, sondern investiert in die zugrundeliegende Blockchain-Infrastruktur. Mit 42,9 Prozent Ethereum (ETH), 23,5 Prozent XRP, 18,43 Prozent Solana (SOL), 6,06 Prozent Chainlink (LINK), 5,75 Prozent Stellar Lumen (XLM) und 3,36 Prozent Aave streut das Portfolio breit. Die Allokation wird quartalsweise angepasst, die Vermögenswerte liegen physisch in Coinbase-Coldwallets. Die jährliche Verwaltungsgebühr beträgt 1,95 Prozent.

Helena Wedin, Head of ETF and ETP Services bei Nasdaq European Markets, betont die Bedeutung des Produkts: „Der Launch des Virtune Stablecoin Index unterstreicht die starke Dynamik im ETP-Bereich und markiert einen bedeutenden Meilenstein für Investoren und das gesamte Digital-Asset-Ökosystem.“

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Europäische Banken drängen in Stablecoin-Markt

Der Zeitpunkt ist strategisch gewählt. Innerhalb des vergangenen Jahres haben Finanzinstitute weltweit ihr Engagement in Stablecoins massiv ausgebaut. Neun europäische Großbanken, darunter UniCredit, Banca Sella, DekaBank und ING, kündigten im September die gemeinsame Entwicklung eines MiCA-konformen Euro-Stablecoins an. Dennoch dominieren US-Dollar-basierte Token den Markt: Euro-Stablecoins wie Circle EURC, Stasis Euro und EUR CoinVertible bringen es lediglich auf 606,6 Millionen US-Dollar Marktkapitalisierung – ein Bruchteil der globalen 306 Milliarden US-Dollar.

Der Handel in SEK und EUR soll vor allem europäische Anleger ansprechen, die vom 24/7-Settlement und kostengünstigen grenzüberschreitenden Transaktionen profitieren wollen. Virtune positioniert STABLE bewusst als Infrastruktur-Play: Anleger setzen nicht auf einzelne Stablecoins, sondern auf die Netzwerke, die deren Verbreitung überhaupt erst ermöglichen.

Das Produkt reflektiert damit einen grundlegenden Wandel. Stablecoins entwickeln sich von Nischenprodukten zu einem festen Bestandteil des globalen Zahlungsverkehrs – und Virtune bietet nun das Vehikel, um an dieser Entwicklung strukturiert zu partizipieren.

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