Vanguard, der weltweit zweitgrößte Vermögensverwalter mit über 11 Billionen US-Dollar verwalteten Mitteln, vollzieht eine spektakuläre Kehrtwende. Nach jahrelanger Blockade von Krypto-Produkten können 50 Millionen Kunden nun auf den Bitwise XRP-ETF zugreifen. Das markiert einen historischen Strategiewechsel des konservativen Finanzgiganten.
- Vanguard öffnet Plattform für XRP-ETF von Bitwise nach jahrelanger Krypto-Sperre
- 50 Millionen Kunden erhalten erstmals Zugang zu Krypto-ETFs und Fonds
- Kein eigener ETF geplant – anders als bei Konkurrent BlackRock
Looks goodhttps://t.co/WlxiY0luma pic.twitter.com/QGxJ9Zq70R
— Hunter Horsley (@HHorsley) December 2, 2025
Der US-Vermögensverwalter Vanguard hat seine strikte Anti-Krypto-Haltung überraschend aufgegeben. Bitwise-CEO Hunter Horsley bestätigte via Social Media, dass der XRP-ETF seines Unternehmens ab sofort auf der Vanguard-Plattform verfügbar ist.
Der Bitwise XRP ETF startete am 20. November 2024 und verzeichnete bereits beachtliche Zuflüsse. Nun profitiert das Produkt von der enormen Reichweite Vanguards.
Jahrelange Blockade endet abrupt
Vanguard galt bislang als einer der härtesten Krypto-Gegner unter den großen Vermögensverwaltern. Selbst die im Januar 2024 zugelassenen Spot-Bitcoin-ETFs blockierte das Unternehmen konsequent für seine Kunden.
Laut Bloomberg können mehr als 50 Millionen Vanguard-Anleger nun ausgewählte Krypto-ETFs und Investmentfonds mit Kryptowährungen handeln. Diese Öffnung betrifft jedoch nur externe Produkte.
Gerüchte wurden Realität
Bereits Ende September 2024 kursierten erste Spekulationen über einen möglichen Kurswechsel bei Vanguard. Die offizielle Bestätigung sorgte dennoch für Aufsehen in der Krypto-Branche, auch wenn die Kursreaktion gedämpft ausfiel.
Der 10-Billionen-Konzern plant allerdings keine eigenen Krypto-ETFs. Damit unterscheidet sich Vanguard vom Branchenprimus BlackRock, der mit dem iShares Bitcoin Trust bereits ein eigenes Produkt am Markt etabliert hat.
Die strategische Entscheidung ermöglicht Vanguard-Kunden erstmals regulierten Zugang zu digitalen Assets. Analysten werten dies als weiteren Schritt zur Mainstream-Akzeptanz von Kryptowährungen im traditionellen Finanzsektor. Ob weitere Asset Manager diesem Beispiel folgen, bleibt jedoch offen.






