Trumps Tanz-Video geht viral: Benzinpreise auf Rekordtief

Öl-Gambit

Trumps Tanz-Video geht viral: Benzinpreise auf Rekordtief

Trumps Tanz-Video geht viral: Benzinpreise auf Rekordtief
Foto von Daniel Torok

Mit einem viralen TikTok-Video zu Daddy Yankees Hit „Gasolina“ feiert Präsident Trump sinkende Benzinpreise in den USA. In 43 Bundesstaaten liegt der Preis mittlerweile unter 3 Dollar pro Gallone – ein Meilenstein seiner Energiepolitik. Doch Experten warnen: Der Erfolg könnte nicht nur Trump zu verdanken sein.

  • Benzinpreise in 43 US-Staaten unter 3 Dollar pro Gallone
  • TikTok-Video des Weißen Hauses wird zum viralen Hit
  • OPEC-Produktionsentscheidungen als Haupttreiber der Preisentwicklung
@whitehouse

AMERICAN ENERGY 🇺🇸⚡️

♬ original sound – The White House

Der offizielle TikTok-Account des Weißen Hauses sorgt derzeit für Furore. Ein Video zeigt Präsident Trump tanzend zu „Gasolina„, dem Latin-Hit von Daddy Yankee aus dem Jahr 2004. Die Botschaft: „Versprechen gemacht, Versprechen gehalten.“

In einigen Staaten wie Kansas, Oklahoma, Texas und Colorado sind die Preise sogar auf 2 Dollar oder darunter gefallen. Ein deutlicher Kontrast zur Biden-Ära, als Benzin laut der U.S. Energy Information Administration durchschnittlich 3,45 Dollar kostete.

Ist Trump wirklich verantwortlich?

Energieexperten bleiben skeptisch. Patrick De Haan, Chefanalyst bei Gasbuddy, erklärt gegenüber CNN: „Globale Angebotsdynamiken – insbesondere die Produktionsentscheidungen der OPEC – sind die primäre Kraft hinter der Entlastung an den Zapfsäulen.“

Die hohe US-Produktionsleistung kombiniert mit stabilem OPEC-Öl habe die Preise gedrückt. Dennoch könnte Trumps Venezuela-Initiative zusätzlich helfen.

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Venezuela und Iran als Schlüsselfaktoren

Rick Joswick von S&P Global Energy betont: „Preise werden am Rand festgelegt, und kleine Volumenungleichgewichte können zu großen Preisverschiebungen führen.“ Allerdings produziert Venezuela derzeit nur 800 000 bis 1 Million Barrel täglich – weit entfernt vom angestrebten Ziel von 3 Millionen Barrel.

Auch die Iran-Situation könnte entscheidend werden. Nach Trumps Aussagen zur Stabilisierung in Teheran fielen die Brent-Preise am Donnerstag um über 4 Prozent. Jim Reid von der Deutsche Bank warnt: Iran produziere über 4 Prozent des weltweiten Öls. Ein Konflikt hätte „das Potenzial für weitreichende Auswirkungen auf den Ölmarkt“.

Ausblick: Weiter Richtung 2 Dollar?

De Haan prognostiziert einen weiteren Rückgang auf 2,97 Dollar pro Gallone bis 2026. Treiber seien „die Auflösung von Marktverzerrungen nach der Pandemie, expandierende globale Raffineriekapazitäten und stabilere Lieferketten“.

Mit diesen Faktoren im Rücken könnte Trump seinen „Gasolina“-Tanz tatsächlich bis nächstes Jahr fortsetzen. Ob sein 2-Dollar-Ziel jedoch erreichbar bleibt, hängt von globalen Entwicklungen ab, die außerhalb seiner direkten Kontrolle liegen.

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