US-Präsident Donald Trump hat die Blockade von drei wichtigen Krypto-Gesetzen durchbrochen. Nach einem Treffen im Oval Office stimmten 11 von 12 republikanischen Abgeordneten für die Abstimmung am Mittwoch zu. Die „Crypto Week“ kann damit fortgesetzt werden.
- Trump überzeugt republikanische Abgeordnete im Oval Office-Gespräch
- GENIUS Act und zwei weitere Krypto-Gesetze vor Durchbruch
- CBDC-Verbot war zentraler Streitpunkt der Republikaner
( @realDonaldTrump – Truth Social Post )
— Fan Donald J. Trump 🇺🇸 TRUTH POSTS (@TruthTrumpPosts) July 16, 2025
( Donald J. Trump – Jul 15, 2025, 8:43 PM ET )
I am in the Oval Office with 11 of the 12 Congressmen/women necessary to pass the GENIUS Act and, after a short discussion, they have all agreed to vote tomorrow morning in favor of the Rule.… pic.twitter.com/65jL0mbgvk
Die republikanische „Crypto Week“ im US-Repräsentantenhaus stand kurz vor dem Scheitern. 13 republikanische Abgeordnete hatten ihre Unterstützung für drei zentrale Krypto-Gesetze zurückgezogen. Der Grund: Sie forderten ein explizites Verbot von digitalen Zentralbankwährungen (CBDCs).
Trump meldete sich am Dienstagabend auf seiner Truth Social-Plattform zu Wort. „Ich bin im Oval Office mit 11 der 12 Kongressabgeordneten, die für die Verabschiedung des GENIUS Act notwendig sind, und nach einer kurzen Diskussion haben sie alle zugestimmt, morgen früh für die Regel zu stimmen“, erklärte der Präsident.
CBDC-Sorgen spalten Republikaner
Das Herzstück der Kontroverse war der GENIUS Act, ein Gesetz zur Regulierung von Stablecoins. Republikanische Hardliner wie Andrew Clyde, Tim Burchett und Marjorie Taylor Greene wollten das Gesetz nur mit einem expliziten CBDC-Verbot unterstützen.
I just voted NO on the Rule for the GENIUS Act because it does not include a ban on Central Bank Digital Currency and because Speaker Johnson did not allow us to submit amendments to the GENIUS Act.
— Rep. Marjorie Taylor Greene🇺🇸 (@RepMTG) July 15, 2025
Americans do not want a government-controlled Central Bank Digital Currency.… pic.twitter.com/NnkeIOH0dE
„Ich habe NEIN zur Regel für den GENIUS Act gestimmt, weil er kein Verbot für digitale Zentralbankwährungen enthält“, kritisierte Abgeordnete Greene auf X.
Die Gruppe argumentierte, dass der GENIUS Act einen Rahmen für eine „geschichtete CBDC“ schaffe und die Selbstverwahrung nicht garantiere. Sie forderten Änderungsanträge, die Speaker Johnson jedoch ablehnte.
Drei Gesetze, ein Ziel
Neben dem GENIUS Act stehen der Anti-CBDC Surveillance Act und der CLARITY Act zur Abstimmung. Letzterer soll eine umfassende Marktstruktur für Kryptowährungen schaffen.
House Speaker Mike Johnson hatte ursprünglich geplant, die Gesetze einzeln zu verabschieden. „Wir müssen sie nacheinander machen“, erklärte er gegenüber Politico. Die Senatschancen seien höher, wenn die Gesetze getrennt behandelt würden.
Die Demokraten konterten mit einer „Anti-Crypto Corruption Week“ und oppositionellen Stimmen. Sie kritisieren Trumps wachsende Verbindungen zur Krypto-Industrie.
Mittwoch entscheidet über Krypto-Zukunft
Das Repräsentantenhaus tritt am Mittwochmorgen erneut zusammen. Trump hat bereits eine Exekutivorder erlassen, die der Federal Reserve die Schaffung einer CBDC verbietet.
Custodia Bank-CEO Caitlin Long beruhigte nervöse Krypto-Investoren. „Vergesst nicht, dass die erste Verfahrensabstimmung im Senat zum GENIUS Act ebenfalls gescheitert ist – die zweite wurde 11 Tage später verabschiedet“, schrieb sie auf X.
Die republikanische Krypto-Offensive steht vor einem entscheidenden Test. Sollten die Gesetze scheitern, hätte der Kongress vor der einmonatigen August-Pause keine weitere Chance.






