Strategy kündigt "große Woche" an – Rettet Saylor Bitcoin?

Comeback-Versuch

Strategy kündigt „große Woche“ an – Rettet Saylor Bitcoin?

Strategy kündigt „große Woche“ an – Rettet Saylor Bitcoin?
Foto von Gage Skidmore

Strategy-Mitgründer Michael Saylor hat eine „große Woche“ angekündigt und deutet damit auf massive Bitcoin-Käufe hin. Nach Wochen enttäuschender Ankündigungen soll die nächste Transaktion überraschend ausfallen. Das steckt dahinter.

  • Strategy beschleunigt Bitcoin-Käufe trotz 56-Prozent-Kursrutsch
  • Saylor verspricht „angenehme Überraschung“ nach Mini-Käufen
  • Größter Corporate-Holder hält aktuell 684.412 BTC

₿ig Week pic.twitter.com/a27eg6Kw4v

— Michael Saylor (@saylor) November 16, 2025

Der 60-jährige Tech-Milliardär postete kürzlich auf Social Media einen Hinweis auf eine bevorstehende „große Woche“. Branchenkenner interpretieren dies als Ankündigung eines größeren Bitcoin-Kaufs. Typischerweise veröffentlicht Saylor vor solchen Transaktionen einen Chart mit orangenen Punkten – ein Signal, das Investoren gespannt auf Montag blicken lässt.

Saylor verspricht Überraschung nach Minimalankündigungen

In einem CNBC-Interview kündigte der Strategy-Chef an, die nächste Kaufankündigung werde „angenehm überraschend“ ausfallen. Das Unternehmen befinde sich im Prozess der Beschleunigung seiner Käufe, so Saylor. Die Aussage kommt zu einem kritischen Zeitpunkt. Am 20. Oktober etwa verkündete Strategy lediglich einen Kauf von rund 19 Millionen US-Dollar – einer der kleinsten Transaktionen des Jahres.

Die schwachen Ankündigungen der vergangenen Wochen haben das Vertrauen in die Strategie des Unternehmens erschüttert. Bitcoin selbst steht aktuell bei rund 95.000 US-Dollar und droht, diese Marke zu durchbrechen, wie CoinGecko-Daten zeigen.

Strategy-Aktie kollabiert um 56 Prozent

Das in Virginia ansässige Business-Intelligence-Unternehmen bleibt mit 684.412 BTC der mit Abstand größte institutionelle Bitcoin-Holder weltweit. Dennoch durchlebt Strategy eine schwere Phase. Die Aktie ist vom Juli-Höchststand von 457 US-Dollar um satte 56 Prozent eingebrochen.

Besonders problematisch: Das Premium der Aktie im Verhältnis zu den gehaltenen Bitcoins ist dramatisch geschrumpft. Die von Saylor entwickelte Arbitrage-Strategie gerät damit unter Druck. Investoren fragen sich, ob das Geschäftsmodell noch funktioniert.

Gerüchte um Bitcoin-Verkäufe dementiert

Indeed https://t.co/vsz0LxCIcC

— James Chanos (@RealJimChanos) November 14, 2025

Zuletzt kursierten in sozialen Medien Gerüchte, Strategy könne Teile seiner Bitcoin-Bestände verkaufen. Saylor dementierte dies umgehend. Auch der bekannte Leerverkäufer Jim Chanos mischte sich ein – allerdings nicht als Gegner. Der Hedgefonds-Manager hatte seine Short-Position auf MSTR kürzlich geschlossen.

Die kommenden Tage dürften zeigen, ob Saylors Ankündigung mehr als nur Marketing ist. Anleger hoffen auf einen Kaufvolumen-Rekord, der das Vertrauen in Strategy wiederherstellen könnte.

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