Die britische Serious Fraud Office hat strafrechtliche Ermittlungen gegen Basis Markets eingeleitet. Der angebliche Krypto-Hedgefonds soll Kleinanleger um mindestens 28 Millionen US-Dollar geprellt haben. Zwei Männer wurden in London und Bradford verhaftet.
- UK-Behörden ermitteln wegen Betrugs und Geldwäsche gegen Basis Markets
- Projekt sammelte 28 Mio. USD durch wertlose NFTs und Token ein
- Zwei Verhaftungen nach koordinierten Razzien am Montag

Die britische SFO hat am Montag zwei Männer in London und Bradford festgenommen. Der Vorwurf: Betrug und Geldwäsche im Zusammenhang mit dem Zusammenbruch von Basis Markets. Laut Behördenangaben handelte es sich bei dem Projekt um ein unregistriertes Krypto-Schema, das Ende 2021 rund 28 Millionen US-Dollar von Kleinanlegern einsammelte.
Was steckt hinter Basis Markets?
Basis Markets präsentierte sich als seriöser Krypto-Hedgefonds. Das Versprechen: risikoarme Renditen durch Arbitrage-Strategien. Während des Bullenmarkts 2021 gelang es den Betreibern, in zwei Fundraising-Runden Millionen einzusammeln. Investoren erhielten dafür NFTs und Token – die sich später als wertlos herausstellten.
Bereits im Juni 2022 stellte das Team den Betrieb abrupt ein. Als Begründung nannten die Verantwortlichen „vorgeschlagene neue US-Regulierungen“. Nach Einschätzung der SFO deutet vieles auf einen gezielten Rug Pull hin. Die Ermittler vermuten, dass Anlegergelder systematisch in private Wallets umgeleitet wurden.
SFO startet Großoffensive gegen Krypto-Betrug
Nach über drei Jahren Funkstille hat die britische Betrugsbekämpfungsbehörde nun die Ermittlungen aufgenommen. Die koordinierten Razzien erfolgten gemeinsam mit lokalen Polizeikräften. Die Identitäten der beiden Festgenommenen wurden nicht bekannt gegeben.
SFO-Direktor Nick Ephgrave betonte die wachsende Expertise seiner Behörde im Krypto-Bereich: „Wir sind entschlossen, jeden zu verfolgen, der Kryptowährungen nutzt, um Investoren zu betrügen. Die heutige Aktion ist ein wichtiger Schritt in unseren Ermittlungen.“ Die SFO ruft betroffene Anleger auf, sich mit Informationen zu melden.
Großbritannien verschärft Gangart
Der Fall reiht sich ein in eine Serie von Krypto-Betrugsverfahren im Vereinigten Königreich. Erst kürzlich verurteilte ein Londoner Gericht die chinesische Staatsangehörige Zhimin Q. zu über elf Jahren Haft. Sie hatte Bitcoin im Wert von mehreren Milliarden US-Dollar gewaschen – verbunden mit einem Betrugsfall, der über 128.000 Menschen in China schädigte.
Basis Markets zeigt exemplarisch, wie lukrativ Krypto-Betrügereien während Bullenmärkten sein können. Die Ermittlungen dürften klären, ob die Verantwortlichen tatsächlich von Anfang an einen Exit-Scam planten. Für die geschädigten Anleger bleibt die Hoffnung auf Aufklärung – und vielleicht auch Rückzahlung.






