SEC-Chef Paul Atkins hat beim OECD-Rundtisch in Paris eine historische Kehrtwende vollzogen. Die Behörde verabschiedet sich von Gary Genslers aggressivem Anti-Krypto-Kurs und verkündet: „Kryptos Zeit ist gekommen.“ Ein Paradigmenwechsel mit weitreichenden Folgen für die Branche.
- SEC-Chef Atkins erklärt Gensler-Politik für „schädlich und ineffektiv“
- „Project Crypto“-Initiative soll Rechtssicherheit schaffen
- Branche feiert Ende der „Regulierung durch Durchsetzung“

Paul Atkins machte heute beim ersten OECD-Rundtisch zu globalen Finanzmärkten Geschichte. Der SEC-Vorsitzende distanzierte sich klar von seinem Vorgänger Gary Gensler.
„Heute müssen wir zugeben: Kryptos Zeit ist gekommen“, erklärte Atkins vor internationalem Publikum. Dabei zitierte er den französischen Autor Victor Hugo über Ideen, deren Zeit gekommen ist.
Abkehr von Genslers Durchsetzungspolitik
Atkins warf seinem Vorgänger vor, die Krypto-Industrie „untergraben“ zu wollen. Genslers Politik sei sowohl „schädlich“ als auch „ineffektiv“ gewesen.
Der frühere SEC-Chef hatte sich durch seinen aggressiven „Regulation by Enforcement“-Ansatz zum Erzfeind der Branche entwickelt. Zahlreiche Unternehmen standen unter Dauerbeschuss der Behörde.
House Majority Whip Tom Emmer, ein Krypto-Befürworter, bezeichnete Gensler kürzlich als „schlechtesten SEC-Chef der Geschichte„.
Project Crypto schafft neue Realitäten
Atkins verwies auf die im Juli angekündigte „Project Crypto“-Initiative. Diese soll Wertpapiergesetze modernisieren und endlich Rechtssicherheit schaffen.
Bereits in den 1980er Jahren arbeitete Atkins nahe der Place de la Concorde in Paris. Damals hätte er sich „kaum vorstellen können“, über Technologien zu sprechen, die heute das globale Finanzwesen revolutionieren.
Der Kurswechsel könnte massive Auswirkungen auf Bitcoin, Ethereum und andere digitale Assets haben. Experten erwarten nun verstärkte institutionelle Investments und klarere regulatorische Rahmenbedingungen.



