Bitcoin-Anhänger feiern den Ausgang einer Anti-Krypto-Umfrage des Gold-Bugs Peter Schiff auf X. Doch die harten Fakten sprechen eine andere Sprache: Seit November 2021 hat Gold Bitcoin um über 40 Prozent outperformt. Das steckt dahinter.
- Schiffs Bitcoin-Umfrage scheitert mit 59 Prozent Pro-BTC-Stimmen
- Gold seit 2021-Peak um 67 Prozent gestiegen, Bitcoin nur 27 Prozent
- Silber ralliert 2025 sogar um 130 Prozent
Peter Schiff can't even convince his own followers that gold is better than Bitcoin 💀 pic.twitter.com/I5V1XzFi8h
— Bitcoin Junkies (@BitcoinJunkies) December 22, 2025
Der Edelmetall-Verfechter und Bitcoin-Kritiker Peter Schiff startete jüngst eine Umfrage auf der Social-Media-Plattform X. Die Frage: Worin würden Anleger hypothetische 100.000 US-Dollar bis 2028 investieren? Das Ergebnis überraschte den Gold-Bug. Von über 21.000 Teilnehmern votierten 59 Prozent für Bitcoin, nur 23 Prozent für Gold und 18 Prozent für Silber.
Bitcoin als Ablenkungsmanöver?
„Bitcoin hindert so viele Menschen daran, Gold oder Silber zu kaufen“, erklärte Schiff in einem aktuellen Post. Er sieht die Kryptowährung als tragische Fehlinvestition, die Kapital von Edelmetallen abzieht.
Laut Schiff würden die Milliarden, die derzeit in Krypto fließen, natürlicherweise in Gold wandern – gäbe es Bitcoin nicht. Seine zentrale Kritik: Die Wachstumsnarrative der Kryptomärkte sei falsch.
Schiff argumentiert mit harten Zahlen aus den letzten vier Jahren. Seine Rechnung beginnt beim letzten großen Markthoch im November 2021.
Die unbequeme Wahrheit der Zahlen
Damals notierte Gold bei rund 1.800 US-Dollar pro Unze. Heute steht das Edelmetall bei etwa 2.600 US-Dollar – ein Plus von 44 Prozent. Bitcoin erreichte im November 2021 sein Allzeithoch von 69.000 US-Dollar. Aktuell liegt die Kryptowährung bei circa 90.000 US-Dollar.
Noch drastischer fällt der Vergleich bei Silber aus. Das weiße Edelmetall legte 2025 um über 130 Prozent zu. Gold rallierte allein in diesem Jahr um 67 Prozent, getrieben von massiven Zentralbank-Käufen und geopolitischen Spannungen.
Bitcoin hingegen bewegte sich größtenteils seitwärts oder blieb hinter den Edelmetallen zurück. „Warum hat Bitcoin in den letzten vier Jahren über 40 Prozent seines Wertes relativ zu Gold verloren?“, fragte Schiff provokant.
Umfrage versus Realität
Die gescheiterte Umfrage ändert für Schiff nichts an der Faktenlage. Er hatte bereits zuvor argumentiert, dass motivierte Bitcoin-Investoren solche Polls gezielt kapern, „um das bullishe Narrativ zu stärken, das nötig ist, um die Pyramide weiterzubauen.“
Während Krypto-Enthusiasten den Umfrage-Sieg feiern, zeigen die Performance-Daten der letzten vier Jahre ein anderes Bild. Gold behauptet sich als stabiler Wertspeicher in Krisenzeiten. Die Frage bleibt: Wird Bitcoin den Rückstand aufholen – oder behält Schiff langfristig Recht?






