Peter Schiff hat Michael Saylors Keynote auf der Bitcoin MENA Konferenz scharf kritisiert. Der Strategy-Chef kündigte an, alle verfügbaren Bitcoin aufzukaufen – eine Strategie, die laut Schiff zum Kollaps führen könnte. Das steckt hinter der Fehde.
- Saylor verkündet bei Bitcoin MENA: „Wir kaufen alle Bitcoin“
- Über 10.000 Teilnehmer hören Saylors 45-minütige Präsentation
- Schiff warnt: 8%-Rendite-Modell funktioniert nur bei steigendem Kurs
In his Bitcoin MENA keynote, @saylor said his goal is to take Bitcoin out of circulation by buying it all, then using that Bitcoin as collateral to create digital credit. He claimed this strategy strips the risk out of Bitcoin while guaranteeing a perpetual 10% return. Total BS.
— Peter Schiff (@PeterSchiff) December 10, 2025
Michael Saylor hat auf der Bitcoin MENA Konferenz eine spektakuläre Ankündigung gemacht. „Wir werden alles kaufen“, erklärte der Strategy-Gründer vor über 10.000 Zuhörern. Darunter befanden sich Vertreter von Staatsfonds, Banker, Family Offices und Hedgefonds-Manager aus dem Nahen Osten.
Seine 45-minütige Keynote sollte die Region als globales Zentrum für Bitcoin-gestützte Finanzinfrastruktur positionieren. Saylor bezeichnete Bitcoin dabei als digitale Energie – „ein programmierbares, knappes Asset, das die neue Ära wirtschaftlicher Souveränität antreiben könnte“.
Schiff zerlegt Saylors Rendite-Modell
Peter Schiff ließ nicht lange auf sich warten. Der Gold-Befürworter attackierte Saylors Konzept, Bitcoin als „digitales Kapital“ in „digitalen Kredit“ über Strategys Vorzugsaktien umzuwandeln. Diese Aktien versprechen eine ewige Dividende von 8 Prozent, gedeckt durch die 650.000 BTC des Unternehmens.
Die durchschnittlichen Anschaffungskosten liegen bei 74.000 US-Dollar pro Coin. Schiff behauptet jedoch, Saylors 8-Prozent-Rendite-Modell funktioniere ausschließlich in der Theorie. Die Rendite basiere allein darauf, dass Bitcoin ewig im Wert steige.
Kritik an fehlenden Cashflows
„Sobald Bitcoin aufhört zu steigen, kollabiert die gesamte Strategie“, so Schiff in einem Social-Media-Post. Es gebe kein tatsächlich Cashflow-produzierendes Asset hinter der versprochenen Rendite. Das Unternehmen habe kürzlich seinen größten Bitcoin-Kauf seit Monaten getätigt.
Die Fehde zwischen den beiden Finanzgrößen erreicht damit einen neuen Höhepunkt. Während Saylor Bitcoin als Zukunft der Wirtschaft sieht, bleibt Schiff skeptisch. Für ihn ist die Strategie ein Kartenhaus, das nur bei stetig steigenden Kursen Bestand hat.



