Michael Saylor, Executive Chairman von Strategy, sorgt mit seiner aktualisierten Bitcoin-These für Unruhe in der Krypto-Community. Während sein Unternehmen mittlerweile 671.268 BTC hält, bezeichnet er die Kryptowährung nicht als Geld – sondern als Rohstoff. Ökonom Saifedean Ammous widerspricht.
- Saylor sieht Bitcoin als Asset, nicht als Währung
- Strategy hält über 671.000 BTC und bietet Finanzprodukte an
- Ammous hält an Bitcoin als Geld fest
So, does @saylor view Bitcoin as money?
— Gareth Jenkinson (@gazza_jenks) December 17, 2025
The short answer is NO. @saifedean explains Saylor's thesis on Bitcoin 👇
"He sees @Strategy role as refining crude Bitcoin into different forms of financial assets that allow people access to them."
But what does that mean for Bitcoin… pic.twitter.com/lDaYQXU509
Auf der Bitcoin MENA-Konferenz in Abu Dhabi präsentierte Michael Saylor seine Vision: Bitcoin als Grundlage für eine Art Zentralbank. Der Strategy-Chef verglich die Kryptowährung mit Rohöl. So wie Standard Oil einst Rohöl zu Kerosin und Benzin raffinierte, soll Strategy Bitcoin in verschiedene Finanzprodukte verwandeln.
Saylor: Bitcoin ist kein Zahlungsmittel
„Ich glaube nicht, dass er Bitcoin als Geld sieht. Er war sehr deutlich dabei. Er sieht Bitcoin eher als Asset“, erklärte Saifedean Ammous in der Chain Reaction Show. Der Ökonom, bekannt durch sein Werk „The Bitcoin Standard“, steht in regem Austausch mit Saylor. Dennoch vertreten beide grundverschiedene Positionen.
Saylor nutzt klassische Finanzierungsinstrumente für seine Bitcoin-Strategie. Die MSTR-Aktie funktioniert als Hebel auf den Bitcoin-Kurs. Daneben emittierte Strategy wandelbare Schuldverschreibungen in Milliardenhöhe. Zuletzt kamen perpetuelle Vorzugsaktien (STRK, STRF, STRD, STRC) für institutionelle Anleger hinzu.
Bitcoin bleibt Geld – trotz Finanzprodukten
Ammous kontert: „Theoretisch betrachte ich Bitcoin selbst als Geld. Ich denke, die Leute sollten einfach Bitcoin halten.“ Die globale Geldmenge wachse jährlich um sieben bis 15 Prozent. Das Fiat-System belohne Schulden. Genau deshalb würden immer mehr Finanzprodukte auf Bitcoin-Basis entstehen.
Der entscheidende Punkt: All diese Produkte basieren auf echtem Bitcoin-Erwerb. „Das bedeutet, dass mehr und mehr Menschen Bitcoin kaufen und die Größe der Cash-Guthaben in Bitcoin zunimmt. Und das bedeutet meiner Meinung nach unweigerlich, dass Bitcoin selbst zum Geld wird“, so Ammous.
Strategy hat seit Einführung der Bitcoin-Treasury-Strategie vor knapp fünf Jahren massiv akkumuliert. Stand 15. Dezember hält das Unternehmen 671.268 Bitcoin. Das entspricht etwa 3,2 Prozent aller jemals verfügbaren BTC.
Ammous berät mittlerweile die Africa Bitcoin Corporation (ABC). ABC-Präsident Stafford Masie verwies auf die wachsende Bitcoin-Akzeptanz im südafrikanischen Einzelhandel als Motivation für die Zusammenarbeit.






