Robinhood-CEO Vlad Tenev kritisiert den Regulierungs-Stillstand in den USA scharf. Während die EU mit tokenisierten Aktien voranschreitet, bleibt Krypto-Staking in vier amerikanischen Bundesstaaten weiterhin verboten. Der Tech-Unternehmer fordert den Kongress zum Handeln auf.
- Staking-Verbot in Kalifornien, Maryland, New Jersey und Wisconsin
- EU überholt USA mit einheitlichem MiCA-Regelwerk
- Robinhood unterstützt Marktstruktur-Gesetz trotz Verzögerungen
Staking is one of the most requested features on @RobinhoodApp, but it’s still unavailable to customers in four U.S. states due to the current gridlock. Stock Tokens are available to our customers in the EU, but not in our home market.
— Vlad Tenev (@vladtenev) January 15, 2026
It's time for the US to lead on crypto…
Robinhood kann eine der meistgewünschten Funktionen seiner Nutzer nicht anbieten. Krypto-Staking bleibt in vier US-Bundesstaaten gesperrt. CEO Vlad Tenev äußerte sich via Social Media frustriert über den anhaltenden regulatorischen Stillstand.
Warum blockieren vier Staaten Krypto-Staking?
Kalifornien, Maryland, New Jersey und Wisconsin verbieten Staking-Dienste aufgrund laufender Rechtsstreitigkeiten. Regulierungsbehörden stufen die Angebote von Plattformen wie Coinbase und Robinhood als nicht registrierte Wertpapierangebote ein. Daraus resultierten Durchsetzungsmaßnahmen auf bundesstaatlicher Ebene.
Tenev betonte, dass gerade Staking zu den am häufigsten nachgefragten Features zählt. „Es ist Zeit, dass die USA bei der Krypto-Politik führen“, schrieb der Manager. Amerika müsse Gesetze verabschieden, die Verbraucher schützen und gleichzeitig Innovation für alle ermöglichen.
Senat verzögert entscheidendes Gesetz
Der Bankenausschuss des Senats verschob kürzlich die geplante Abstimmung über das umfassende Krypto-Marktstruktur-Gesetz. Die Legislation soll klären, wann Krypto-Token als Wertpapiere oder Rohstoffe gelten. Zudem definiert sie die Zuständigkeiten von SEC und CFTC neu.
Das Gesetz würde Regeln für Staking, Lending und Stablecoins festlegen. Außerdem sieht es Registrierungswege für Krypto-Börsen und DeFi-Plattformen vor. „Wir unterstützen die Bemühungen des Kongresses, das Marktstruktur-Gesetz zu verabschieden“, ergänzte Tenev.
Coinbase-CEO Brian Armstrong zog allerdings seine Unterstützung für die aktuelle Gesetzesversion zurück. Er befürchtet, dass traditionelle Finanzinstitute bevorzugt und dezentrale Plattformen überreguliert werden könnten.
Europa eilt davon mit MiCA-Regelwerk
Während die USA stocken, schreitet die Europäische Union voran. Das Markets in Crypto-Assets-Regelwerk schafft einen einheitlichen Rahmen für digitale Vermögenswerte in allen Mitgliedsstaaten. Diese regulatorische Klarheit ermöglicht fortschrittliche Angebote wie tokenisierte Aktien.
Robinhood hat bereits tokenisierte Eigenkapitalprodukte in der EU eingeführt. Tenev bezeichnete dies zuvor als bedeutendste Innovation der Kapitalmärkte seit über einem Jahrzehnt. Der transatlantische Vergleich fällt ernüchternd aus.
Die Frage bleibt offen: Wann wird Amerika aufholen? Der regulatorische Wettlauf um die Zukunft digitaler Vermögenswerte ist längst entschieden – Europa hat die Nase vorn.





