Ripple öffnet seine institutionelle Handelsplattform Prime für dezentrale Derivatemärkte. Die Integration von Hyperliquid markiert den ersten direkten Zugang zu On-Chain-Trading-Venues. Institutionelle Anleger können DeFi-Positionen künftig wie traditionelle Assets handeln.
- Ripple Prime integriert Hyperliquid für dezentrale Perpetual Futures
- Institutionelle Kunden managen DeFi-Positionen neben traditionellen Assets
- Erster direkter Einstieg von Ripple in On-Chain-Handelsplattformen

Ripple hat seine institutionelle Brokerage-Plattform Ripple Prime um den Zugang zu dezentralen Derivatemärkten erweitert. Das Unternehmen gab die Integration von Hyperliquid am 4. Februar bekannt.
Die Neuerung ermöglicht es institutionellen Kunden, Perpetual Futures auf einer dezentralen Plattform zu handeln, während sie gleichzeitig traditionelle Finanzprodukte wie Devisen, Anleihen und OTC-Swaps verwalten.
Wie funktioniert die Hyperliquid-Integration?
Ripple Prime unterstützt ab sofort den Handel auf Hyperliquid, einer dezentralen Plattform für Perpetual Futures. Die Besonderheit liegt in der Konsolidierung: Institutionelle Anleger können On-Chain-Derivate neben traditionellen Assets unter einem einzigen Kontrahenten-Framework managen.
Das eliminiert eine zentrale Hürde. Firmen müssen keine Wallets mehr selbst verwalten oder direkt mit Smart Contracts interagieren. DeFi-Derivate werden wie klassische Börsenprodukte behandelt.
„Bei Ripple Prime sind wir begeistert, weiterhin den Weg zu ebnen, indem wir dezentrale Finanzen mit traditionellen Prime-Brokerage-Services verschmelzen“, erklärt Michael Higgins, International CEO von Ripple Prime.
Erster direkter Einstieg in DeFi-Protokolle
Die Integration markiert Ripples ersten direkten Link zu einem dezentralen Handelsprotokoll. Bislang konzentrierte sich das Unternehmen auf Infrastruktur und Zahlungsdienstleistungen. Mit Ripple Prime verschiebt sich der Fokus nun auf Marktzugang und Ausführung.
Hyperliquid zählt zu den größten On-Chain-Perpetuals-Plattformen. Die Plattform unterstützt hochvolumige Trades und bietet nun institutionelle Marktinfrastruktur.
Was bedeutet das für XRP und HYPE?
Analysten betonen, dass die Integration die Rolle von HYPE in institutionellen Trading-Workflows stärkt. Für XRP oder das XRP Ledger entsteht hingegen kein direkter Anwendungsfall.
Nach der Ankündigung legte HYPE um 5 Prozent zu, während der Kryptomarkt insgesamt unter Druck steht. Ripple kündigte noch keine weiteren DeFi-Integrationen an. Branchenkenner erwarten jedoch zusätzliche Plattformerweiterungen im Jahr 2026, da Prime Broker um institutionelle Kryptoströme konkurrieren.
Die Frage bleibt: Wird Ripple sein DeFi-Engagement weiter ausbauen oder fokussiert sich das Unternehmen weiterhin primär auf Zahlungslösungen? Der nächste Schritt könnte entscheidend sein.






