Die Londoner Neobank Revolut hat einen Aktienverkauf mit einer Unternehmensbewertung von 75 Milliarden US-Dollar abgeschlossen und steigt damit zu einem der wertvollsten Fintechs weltweit auf. Namhafte Investoren wie Fidelity, Nvidia und a16z beteiligten sich an der Finanzierungsrunde, während Mitarbeiter erstmals seit einem Jahr wieder Anteile verkaufen konnten.
- Revolut-Bewertung steigt auf 75 Milliarden Dollar durch Aktienverkauf
- Umsatz wächst um 72 Prozent auf 4 Milliarden Dollar, Gewinn explodiert um 149 Prozent
- Nvidia, Fidelity und weitere Tech-Schwergewichte steigen ein

Das Fintech-Unternehmen Revolut hat am Montag den Abschluss einer bedeutenden Finanzierungsrunde bekanntgegeben. Die Transaktion wurde von den Investmentfirmen Coatue, Greenoaks, Fidelity und Dragoneer angeführt. Zusätzliche Unterstützung kam von a16z, Franklin Templeton, T. Rowe Price sowie NVentures, dem Venture-Arm des Chipgiganten Nvidia.
Die neue Bewertung von 75 Milliarden Dollar katapultiert Revolut in die oberste Liga der globalen Fintech-Unternehmen. Dabei profitierte auch die Belegschaft: Mitarbeiter konnten im Rahmen des Deals Unternehmensanteile veräußern. Es handelt sich bereits um das fünfte Liquiditätsevent, das Revolut seinen Beschäftigten über sein Mitarbeiter-Aktienprogramm ermöglicht.
Explosive Wachstumszahlen überzeugen Investoren
Die Zahlen sprechen für sich. Im Jahr 2024 steigerte Revolut seinen Umsatz um 72 Prozent auf 4 Milliarden Dollar. Noch beeindruckender fällt die Gewinnentwicklung aus: Der Gewinn vor Steuern schoss um 149 Prozent auf 1,4 Milliarden Dollar in die Höhe. Diese Performance macht deutlich, warum Tech-Schwergewichte wie Nvidia bereit sind, in das Unternehmen zu investieren.
Revolut meldete zudem, dass die Plattform mittlerweile mehr als 65 Millionen Privatkunden zählt. Die Business-Sparte des Unternehmens erreichte einen annualisierten Umsatz von 1 Milliarde Dollar. Diese Diversifizierung zwischen Privat- und Geschäftskunden stärkt die Position des Fintechs im hart umkämpften Markt.
Globale Expansion mit Krypto-Fokus
Die 2015 gegründete Neobank aus London bietet digitale Banking-Dienstleistungen und ermöglicht Kunden den Handel mit Kryptowährungen direkt über die App. Seit Oktober verfügt Revolut über eine MiCA-Lizenz der zypriotischen Wertpapieraufsicht und kann damit regulierte Krypto-Services in allen 30 Ländern des Europäischen Wirtschaftsraums anbieten.
Parallel dazu treibt das Unternehmen seine internationale Expansion voran. In Mexiko und Kolumbien sicherte sich Revolut bereits Banklizenzen, der Launch in Indien steht unmittelbar bevor. Laut einem Bericht der Times vom September erwägt Revolut zudem ein Dual-Listing an den Börsen in London und New York.
Die jüngste Finanzierungsrunde unterstreicht das anhaltende Interesse institutioneller Investoren an Fintech- und Krypto-Unternehmen. Mit der neuen Bewertung und der starken Investorenbasis dürfte Revolut seine Expansion weiter beschleunigen und die Konkurrenz unter Druck setzen.






