Der Qubic-Mining-Pool, der eine 51%-Attacke auf Monero durchführen wollte, steht unter schwerem DDoS-Beschuss. Die Hashrate des Pools brach von 2,6 GH/s auf nur noch 0,8 GH/s ein. Dahinter steckt vermutlich ein Botnet der Monero-Community.
- Qubic-Pool verliert 69% seiner Mining-Power durch DDoS-Angriff
- XMRig-Entwickler bestreitet Koordination der Cyber-Attacke
- Monero-Übernahmeversuch vorerst gescheitert
#Qubic pool hashrate peaked 2.6 GH/s before #Monero DDoS attacks knocked it down to 0.8 GH/s by making 2/3 of miners disconnect.
— Come-from-Beyond (@c___f___b) August 3, 2025
Sergey Ivancheglo, der Drahtzieher hinter dem umstrittenen Monero-Übernahmeversuch, meldet sich via X-Post zu Wort. Sein Qubic-Mining-Pool steht seit Sonntag unter massivem DDoS-Beschuss.
Die Attacke traf den Pool hart. Binnen Stunden sackte die Hashrate von 2,6 Gigahashes pro Sekunde auf magere 0,8 GH/s ab.
Botnet macht DDoS-Angriff kostenfrei
Besonders brisant: Ivancheglo vermutet hinter dem Angriff ein Monero-Mining-Botnet. „Null Kosten, wenn du bereits ein Botnet zum Monero-Mining hast“, erklärt er die Nachhaltigkeit der Attacke.
#Qubic is under DDoS attack from #Monero again (for 6 hours already). I haven't noticed it because the #Qubic pool improved its protection. Let's see what those desperate guys will manage to break this time.
— Come-from-Beyond (@c___f___b) August 4, 2025
Ein User fragte nach den Kosten der DDoS-Abwehr. Ivancheglos Antwort fällt ernüchternd aus: „Wir entwickeln Schutzmaßnahmen unter der Annahme, dass sie das unbegrenzt fortsetzen können.“
XMRig-Entwickler unter Verdacht
I was asked why I had thought that the XMRig dev had orchestrated the attacks. See the screenshots, time of the first attack, and the method matched when/how it was done. pic.twitter.com/CdC2GrrjKU
— Come-from-Beyond (@c___f___b) August 3, 2025
Der Verdacht fällt auf Sergei Chernykh, Entwickler der Monero-Mining-Software XMRig. Ivancheglo beschuldigt ihn öffentlich, die DDoS-Attacken orchestriert zu haben.
Chernykh weist die Vorwürfe energisch zurück. Gegenüber Cointelegraph stellt er klar: „Ich stecke nicht hinter irgendwelchen DDoS-Versuchen, die angeblich stattgefunden haben.“
Der Entwickler räumt jedoch ein, an „vollkommen legalen Gegenmaßnahmen“ zu arbeiten. Seine bisherigen Posts seien bewusst vage gehalten worden.
Monero-Community mobilisiert sich
Die Privacy-Coin-Community zeigt geschlossen Widerstand gegen die 51%-Attacke. Chernykh betont: „Ich bin nicht der einzige in der Monero-Community, der mit ihren Plänen unzufrieden ist.“
Qubic meldete seit dem 30. Juli keine Hashrate mehr. Der Übernahmeversuch scheint vorerst gestoppt.






