Der ChatGPT-Entwickler OpenAI hat in seiner jüngsten Finanzierungsrunde 8,3 Milliarden Dollar eingesammelt und erreicht damit eine Bewertung von 300 Milliarden Dollar. Die Mega-Runde ebnet den Weg für einen möglichen Börsengang des KI-Pioniers.
- OpenAI sammelt 8,3 Milliarden Dollar bei 300-Milliarden-Bewertung
- Jahresumsatz steigt auf 13 Milliarden Dollar – Prognose: 20 Milliarden bis Jahresende
- Microsoft-Genehmigung für Umstrukturierung zu Profit-Unternehmen erforderlich
Das von Sam Altman geführte KI-Unternehmen OpenAI hat einen spektakulären Finanzierungserfolg erzielt. Die neue Bewertung von 300 Milliarden Dollar katapultiert OpenAI in die Liga der wertvollsten Technologieunternehmen weltweit.
Die Finanzierungsrunde war fünffach überzeichnet. Neue Investoren wie Blackstone, TPG und T. Rowe Price stiegen ein. Bestehende Geldgeber sind unter anderem Fidelity Management, Founders Fund, Sequoia Capital und Andreessen Horowitz.
Dragoneer führt Mega-Investment an
Dragoneer Investment Group führte die Runde mit einer Investition von 2,8 Milliarden Dollar an. Das entspricht etwa zehn Prozent des Firmenvermögens der Investmentgesellschaft.
OpenAI verfolgt ehrgeizige Wachstumspläne. Bis Jahresende soll das Gesamtkapital auf 40 Milliarden Dollar ansteigen. Bereits im März hatte SoftBank bis zu 30 Milliarden Dollar zugesagt.
ChatGPT treibt Umsatzwachstum
Der Jahresumsatz von OpenAI kletterte auf 13 Milliarden Dollar. Im Juni lag dieser noch bei zehn Milliarden Dollar. Bis Jahresende rechnet das Unternehmen mit über 20 Milliarden Dollar.
Die Geschäftskunden-Basis wuchs auf fünf Millionen Nutzer. Vor wenigen Monaten waren es noch drei Millionen. Blackstone und TPG sollen ChatGPT in ihren Portfoliounternehmen vorantreiben – besonders in Gesundheitswesen, Finanzbranche und Industrie.
Microsoft-Zustimmung entscheidend
Parallel laufen Verhandlungen zwischen OpenAI und Microsoft über die Umstrukturierung zu einem gewinnorientierten Unternehmen. Microsoft als größter Investor und Geschäftspartner muss dem Umbau zustimmen.
Diese Genehmigung könnte den Weg für einen Börsengang ebnen. „Die Umstrukturierung ist ein entscheidender Schritt für unsere Zukunft“, heißt es aus Unternehmenskreisen. Der Ausgang der Microsoft-Verhandlungen wird maßgeblich über OpenAIs IPO-Pläne entscheiden.



