Die Privacy-Coin Monero steht nach einer erfolgreichen 51%-Attacke durch den Mining-Pool Qubic vor grundlegenden Veränderungen. Die Community diskutiert bereits mehrere Lösungsansätze, um das Netzwerk künftig vor solchen Angriffen zu schützen. Kraken reagierte bereits mit verschärften Sicherheitsmaßnahmen.
- Qubic kontrolliert größten Anteil der Monero-Mining-Power
- Community plant Überarbeitung des Konsens-Mechanismus
- Kraken erhöht Bestätigungen auf 720 Blöcke

Der Angriff auf das Monero-Netzwerk ereignete sich bereits im August, als der Mining-Pool Qubic die Mehrheitskontrolle über die Hashing-Power erlangte. Aktuell verfügt Qubic über 2,18 Gigahashes pro Sekunde und ist damit der größte Mining-Pool im Monero-Ökosystem.
Die zweitgrößte Mining-Operation Supportxmr kommt lediglich auf 1,18 GH/s, was die Dominanz von Qubic unterstreicht.
#Monero folks accuse the #Qubic pool of faking its hashrate. For some reason Qubic's info matches mined blocks. I guess some Monero devs run own pools and inflate their hashrate to make it look like the situation is less severe than it actually is. :trollface: pic.twitter.com/ttYCF7LulL
— Come-from-Beyond (@c___f___b) August 19, 2025
Kraken verschärft Sicherheitsmaßnahmen drastisch
Die Kryptobörse Kraken reagierte umgehend auf die Bedrohung und setzte Monero-Einzahlungen vorübergehend aus. Nach einer Neubewertung der Lage wurden die Einzahlungen wieder aktiviert, allerdings mit drastisch erhöhten Sicherheitsanforderungen.
Statt der üblichen Bestätigungen verlangt Kraken nun 720 Confirmations, bevor XMR-Guthaben den Konten gutgeschrieben werden. „Angesichts der aktuellen Unsicherheit bezüglich der Sicherheit des Monero-Netzwerks aufgrund der erheblichen Konzentration der Hash-Rate unter einer einzigen Entität, kann Kraken Einzahlungen jederzeit stoppen“, warnte die Börse.
Community sucht nach Notfall-Lösungen
Mehrere Reformvorschläge stehen bereits zur Diskussion. Dazu gehören die Lokalisierung von Mining-Hardware, der Wechsel zu einem Merge-Mining-Algorithmus und die Implementierung von Dash’s ChainLocks-System.
Die ChainLocks-Technologie verwendet zufällig ausgewählte Masternodes, um Konsens über den ersten gültigen Block zu erreichen. Joel Valenzuela von Dash DAO warnt: „Der Qubic-Angriff ist ein faszinierendes Experiment, das Schwächen in Mining-Sicherheitsmodellen ausnutzt, insbesondere bei Chains ohne ASICs.“
Unterdessen hat die Qubic-Community bereits über ihr nächstes Ziel abgestimmt. Mit über 300 Stimmen entschied sich die Mehrheit dafür, als nächstes Dogecoin ins Visier zu nehmen.



