Ripple-CTO David Schwartz wurde Ziel einer dreisten Phishing-Attacke. Ein Betrüger gab sich als Mitgründer Jed McCaleb aus und forderte 1 Million US-Dollar in USDT. Die Absurdität: McCaleb ist Milliardär mit einem geschätzten Vermögen von 2,9 Milliarden US-Dollar.
- Betrüger gibt sich als Ripple-Mitgründer McCaleb aus
- Forderung von 1 Million USDT trotz Milliardenvermögen
- Schwartz regelmäßig Ziel von Krypto-Scams
The plot thickens. pic.twitter.com/9Z9GRvyJv2
— David 'JoelKatz' Schwartz (@JoelKatz) December 3, 2025
Ripple-CTO David Schwartz teilte auf X eine kuriose Phishing-E-Mail, die ihn persönlich ins Visier nahm. Der Absender gab sich als Jed McCaleb aus, Mitgründer von Ripple, der das Unternehmen 2014 verließ, um Stellar zu gründen. Schwartz kommentierte den Screenshot mit einem ironischen „Seriously?!“.
Warum die Betrugsmail so absurd ist
Die Masche ist schnell durchschaut: McCaleb, der zwischen 2014 und 2022 rund 9 Milliarden XRP verkaufte, erzielte dabei Erlöse von etwa 3 bis 3,5 Milliarden US-Dollar. Forbes beziffert sein aktuelles Vermögen auf rund 2,9 Milliarden US-Dollar. Die Vorstellung, dass ein Milliardär einen ehemaligen Kollegen um eine Million Dollar anbettelt, ist schlicht grotesk.
Der Betrüger forderte die Summe in USDT auf der Ethereum-Blockchain. Die angegebene Wallet-Adresse zeigt keinerlei Aktivität, vermutlich wurde sie eigens für diesen Betrugsversuch erstellt. Als einer der ursprünglichen Ripple-Gründer erhielt McCaleb eine massive XRP-Zuteilung, die er über Jahre hinweg systematisch veräußerte.
Schwartz immer wieder im Visier
David Schwartz ist aufgrund seiner exponierten Position im XRP-Ökosystem regelmäßig Ziel von Krypto-Betrug. Im August teilte er eine fehlerhaft formulierte Phishing-Mail, die angeblich vom X-Support stammte. Im Januar war es eine gefälschte Coinbase-Mitteilung, die zu Account-Updates aufforderte.
Im Mai 2024 gab Schwartz zu, beinahe auf eine raffinierte Apple-ID-Phishing-Masche hereingefallen zu sein. Rechtzeitig erkannte er den Betrug jedoch und verhinderte Schaden. Die Häufung solcher Vorfälle zeigt: Prominente Krypto-Akteure bleiben bevorzugte Angriffsziele für Cyberkriminelle.
Der aktuelle Fall unterstreicht einmal mehr, wie dreist und zugleich schlecht durchdacht viele Phishing-Versuche in der Branche sind. Schwartz‘ humorvolle Reaktion macht deutlich: Aufmerksamkeit und gesundes Misstrauen bleiben die besten Schutzmaßnahmen gegen digitale Betrüger.






