Frankreichs Präsident Emmanuel Macron schlägt Alarm: Die zunehmende Deregulierung des Kryptomarkts in den USA könnte globale Finanzrisiken auslösen. Besonders Stablecoins im Wert von über 300 Milliarden US-Dollar bereiten ihm Sorgen.
- US-Deregulierung könnte weltweite Finanzinstabilität auslösen
- Stablecoin-Markt durchbricht 300-Milliarden-Grenze mit 50-Prozent-Wachstum
- Macron fordert EZB zu geldpolitischer Anpassung auf
Macron:
— PiQ (@PiQSuite) December 7, 2025
“Growing US deregulation in crypto assets and stablecoins creates a non-negligible potential for financial instability,”
“Our monetary zone and financial players must continue to be protected. Europe must — and wants to — remain a zone of monetary stability and… https://t.co/rh7aTSstjA
Der französische Präsident Emmanuel Macron warnt eindringlich vor den Folgen der lockeren Kryptopolitik der Vereinigten Staaten. Die wachsende Deregulierung bei Kryptowährungen und Stablecoins könne zu erheblichen Verwerfungen auf den globalen Finanzmärkten führen.
Macron betont, dass die USA bei der Regulierung von Krypto-Assets „zu locker“ agieren würden. Da Stablecoins überwiegend auf US-Dollar-Reserven basieren, könnten unkontrollierte Entwicklungen in den USA weltweite Auswirkungen haben.
Stablecoins als systemisches Risiko?
Der globale Stablecoin-Markt ist zuletzt um fast 50 Prozent gewachsen und hat die Schwelle von 300 Milliarden US-Dollar durchbrochen. Diese rasante Expansion macht die digitalen Währungen laut Olaf Sleijpen, einem hochrangigen Vertreter der Europäischen Zentralbank (EZB), zu einem potenziell systemrelevanten Faktor.
Stablecoins sind eng mit traditionellen Fiat-Reserven, Zahlungsinfrastrukturen und grenzüberschreitenden Finanzströmen verknüpft. Eine unzureichende Regulierung könnte Ansteckungseffekte über globale Märkte hinweg verursachen.
Ein Bank-Run auf an den US-Dollar gekoppelte Stablecoins könnte die EZB sogar zwingen, ihre Zinspolitik anzupassen – obwohl solche Entscheidungen eigentlich unabhängig von externen Schocks getroffen werden sollten.
Europa will währungspolitische Souveränität bewahren
Macron fordert, dass Europa in monetären Fragen „souverän“ und geschützt bleiben müsse. Die Europäische Union solle dem Deregulierungskurs der USA nicht folgen. Diese Position steht im Einklang mit der MiCA-Verordnung der EU, die deutlich striktere Regelungen vorsieht als vergleichbare US-Ansätze.
Bemerkenswert ist Macrons öffentliche Aufforderung an die EZB, ihre Geldpolitik zu überdenken. Politische Führer der Eurozone äußern sich selten so direkt zu den geldpolitischen Strategien der unabhängigen Zentralbank.
Abhängigkeit von US-Geldpolitik droht
Da der Großteil der globalen Stablecoin-Reserven in US-Dollar denominiert ist, sieht Macron Europa in einer verwundbaren Position. Sollte sich der Stablecoin-Sektor weiter unkontrolliert ausbreiten, könnte Europa faktisch den geldpolitischen Bedingungen der USA unterworfen werden.
Dies würde bedeuten, dass die EZB ihre eigenen politischen Ziele möglicherweise nicht mehr unabhängig verfolgen könnte. Macron will verhindern, dass europäische Finanzstabilität von Entwicklungen jenseits des Atlantiks diktiert wird.






