Die Krypto-Börse KuCoin hat einen entscheidenden Meilenstein erreicht: Die österreichische Finanzmarktaufsicht genehmigte eine MiCA-Lizenz für KuCoin EU. Damit kann die Plattform ihre Dienste in 29 Ländern des Europäischen Wirtschaftsraums anbieten – Malta bleibt ausgeschlossen.
- KuCoin EU erhält MiCA-Lizenz von österreichischer Aufsichtsbehörde
- Expansion in 29 EWR-Staaten genehmigt, Malta ausgenommen
- Wien positioniert sich als strategischer Krypto-Hub

Die Krypto-Börse KuCoin erweitert ihre Präsenz im europäischen Markt. Die österreichische Finanzmarktaufsicht (FMA) erteilte am Freitag die begehrte MiCA-Lizenz an KuCoin EU. Die Genehmigung ermöglicht dem Unternehmen, Krypto-Dienstleistungen in 29 Ländern des Europäischen Wirtschaftsraums anzubieten.
Malta bleibt von der Zulassung ausgeschlossen. „Die Sicherung der MiCA-Lizenz mit unserer lokalen Einheit in Österreich ist ein entscheidender Meilenstein in KuCoins langfristiger Vertrauens- und Compliance-Strategie“, erklärt CEO BC Wong. Der Regulierungsrahmen repräsentiere „einen der höchsten regulatorischen Standards weltweit“.
Warum fiel die Wahl auf Wien?
KuCoin reichte den Lizenzantrag Anfang 2025 ein. Die Entscheidung für Österreich als Standort war strategisch motiviert. „Die Wahl Österreichs wurde primär durch die rechtzeitige Umsetzung der MiCA-Begleitgesetze, das stabile und vorhersehbare regulatorische Umfeld sowie den großen Talentpool getrieben“, so das Unternehmen im Februar.
Die österreichische FMA hat neben KuCoin bereits fünf weitere Krypto-Dienstleister lizenziert: Amina Bank, Bitpanda, Bybit, Cryptonow und FIOR Digital. Andere EU-Mitgliedstaaten wie Malta hatten bereits zuvor mehrere MiCA-Lizenzen ausgestellt, darunter an Blockchain.com und die Gemini-Börse der Winklevoss-Zwillinge.
Compliance als langfristige Mission
Die MiCA-Zulassung kommt Monate nach vergleichbaren Genehmigungen für Konkurrenten wie Bitpanda. KuCoin betont dennoch die Bedeutung des Schrittes. „Compliance ist nicht einfach eine regulatorische Verpflichtung – sie ist die Grundlage unserer langfristigen Mission, sichere, innovative und zugängliche digitale Vermögenswerte-Dienstleistungen für Nutzer weltweit bereitzustellen“, ergänzt Wong.
Malta hat sich unterdessen als Gegner einer zentralisierten MiCA-Aufsicht innerhalb der EU positioniert. Dies steht im Gegensatz zu Mitgliedstaaten wie Frankreich, die eine stärkere Zentralisierung befürworten. Die unterschiedlichen Ansätze zeigen die anhaltenden Debatten über die Ausgestaltung der EU-Krypto-Regulierung.






