Der russische Krypto-Unternehmer Roman Novak und seine Frau Anna wurden im Oktober 2025 brutal ermordet in der Wüste in Hatta entdeckt. Die Tat wirft ein Schlaglicht auf Betrug, Rache und leere Versprechen in der Krypto-Branche. Was als Investment-Treffen getarnt war, endete in einer tödlichen Falle.
- Novak sammelte fast 500 Millionen Dollar mit Fintopio ein
- Vorstrafen wegen Betrugs – 2020 zu sechs Jahren Haft verurteilt
- Sieben Verdächtige festgenommen, darunter Ex-Mordermittler
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Der russische Krypto-Investor Roman Novak galt als schillernde Figur der digitalen Finanzwelt. Mit seiner Plattform Fintopio versprach er Investoren aus Russland, China und dem Nahen Osten grenzüberschreitende Krypto-Transfers und sammelte damit hunderte Millionen Dollar ein. Doch hinter der glamourösen Fassade verbarg sich eine dunkle Vergangenheit.
Vorstrafen und Dubai-Flucht
Bereits 2020 wurde Novak in St. Petersburg wegen Großbetrugs verurteilt. Er hatte Investoren um Millionen gebracht und musste sechs Jahre Haft antreten. Nach vorzeitiger Entlassung 2023 flüchtete er in die VAE, wo er seine Krypto-Aktivitäten wiederaufnahm. Berichten zufolge sammelte er mit Fintopio fast 500 Millionen Dollar ein, bevor erneut Betrugsvorwürfe laut wurden.
Seine kriminelle Energie machte ihn zu einem Ziel für jene, die er betrogen hatte. Mehrere Geschäftsleute aus China und Russland hatten erhebliche Summen verloren und suchten nach Vergeltung.
Die tödliche Falle in Hatta
Am 2. Oktober 2025 fuhren Roman und Anna Novak nach Hatta, angeblich zu einem Treffen mit Investoren. Ein Fahrer setzte das Paar an einem Parkplatz nahe einem See ab, wo sie in ein anderes Fahrzeug umstiegen. Danach verlor sich ihre Spur.
Ermittler stellten später fest, dass das Treffen eine Falle war. In einer gemieteten Villa wurden die beiden entführt, gefoltert und als Geiseln gehalten. Die Täter forderten Zugang zu Novaks Krypto-Wallets, in denen sie gestohlene Gelder vermuteten. Doch die Wallets waren leer.
Kurz vor seinem Tod schickte Novak noch eine Nachricht: „Stecke in den Bergen nahe der Oman-Grenze fest“, und bat um 200.000 Dollar. Als er nichts liefern konnte, ermordeten die Kidnapper beide Opfer und zerstückelten ihre Leichen. Am 3. Oktober wurden die Überreste in der Wüste nahe Fujairah entdeckt. Annas Blut fand sich in der Villa und im Mietwagen, dazu die Tatwaffen.
Sieben Festnahmen – darunter Ex-Polizist
Die Ermittlungen führten zur Festnahme von sieben Verdächtigen. Unter ihnen: Konstantin Shakht, 53, ein ehemaliger Mordermittler, der später zum Drogenschmuggler wurde. Auch Yuri Sharypov, 46, und Vladimir Dalekin, 45, beide Veteranen des russisch-ukrainischen Krieges, gehören zu den Hauptverdächtigen. Sie sollen das Treffen als vermeintliche Investoren organisiert haben.
Former Russian cop arrested over brutal double murder of crypto trader Roman Novak and his wife.
— ConsciousInk (@ink_conscious) November 7, 2025
Victims allegedly dismembered.
Two other suspects detained, one fully confessed.
Shakht now in pre-trial detention. pic.twitter.com/PzEJ3s7Sae
Fünf weitere junge Russen unterstützten die Logistik, wussten jedoch nach Angaben der Behörden nichts von dem geplanten Mord. Die Täter versuchten, die Ermittler durch aktive Handys der Opfer in Oman und Südafrika in die Irre zu führen. Doch die Zusammenarbeit zwischen VAE- und russischen Behörden deckte die Täuschung schnell auf.
Russische Ermittler erklärten: „Die Mörder hatten Komplizen, die Autos und Unterkünfte mieteten. Nach der Tat entsorgten sie Messer und persönliche Gegenstände in verschiedenen Emiraten.“
Das Motiv ist klar: Rache und der Versuch, verlorenes Geld zurückzuholen. Mehrere Verdächtige hatten hohe Summen in Novaks Ventures verloren. Die tragische Ironie: Obwohl Novak als Krypto-Millionär galt, waren seine Wallets vermutlich längst geplündert.
Zwei Kinder sind nun Waisen und leben bei Verwandten. Der Fall zeigt einmal mehr, wie Gier, Betrug und Rache in der Krypto-Welt tödlich enden können.






