Tether hat sein Bitcoin-Mining-Betriebssystem als Open Source freigegeben und könnte damit etablierte Anbieter wie Hive OS unter Druck setzen. Die kostenlose Software richtet sich an kleine wie große Mining-Betreiber. Das steckt dahinter.
- Tether veröffentlicht Mining OS unter Open-Source-Lizenz
- Software ersetzt kostenpflichtige Management-Plattformen
- Modulare Architektur für Heimanwender bis Industriebetriebe
Tether ❤️ Bitcoin
— Paolo Ardoino 🤖 (@paoloardoino) February 2, 2026
Tether Mining OS is now fully opensource.
A complete operational platform that can scale from a home setup to industrial grade site, even across multiple geographies.
Super modular, P2P encrypted networking layer.
It supports a long list of miners,… https://t.co/VzXywA6IZc
Der Stablecoin-Riese Tether hat am 3. Februar überraschend sein Mining-Betriebssystem als Open Source veröffentlicht. CEO Paolo Ardoino kündigte auf X an, dass die Software ab sofort kostenlos genutzt, modifiziert und verteilt werden kann. Die Plattform trägt den Namen MiningOS, kurz MOS, und wurde beim Plan ₿ Forum in San Salvador erstmals der Öffentlichkeit präsentiert.
Direktangriff auf etablierte Mining-Tools
MOS ermöglicht die Verwaltung von Bitcoin-Mining-Infrastruktur über eine zentrale Benutzeroberfläche. Betreiber können Hardware-Performance, Energieverbrauch und Kühlsysteme in Echtzeit überwachen. Die modulare Architektur erlaubt individuelle Anpassungen durch unabhängige Komponenten.
Anders als kommerzielle Lösungen wie Hive OS oder Foreman, die regelmäßige Gebühren verlangen, läuft MOS vollständig lokal. Das System nutzt verschlüsselte Peer-to-Peer-Netzwerktechnologie für direkte Gerätekommunikation. Laut Tether verbessert dies Zuverlässigkeit und Datenschutz erheblich.
Kleine Miner im Fokus
Die Veröffentlichung unter Apache 2.0-Lizenz zielt besonders auf kleinere Betreiber ab. Diese sollen ohne Abo-Kosten mit großen Mining-Unternehmen konkurrieren können. Die Software funktioniert auf leichter Hardware für Heimsetups, skaliert aber auch für industrielle Anlagen mit Tausenden Maschinen.
Tether plant zudem ein Mining SDK, das Entwicklern eigene Tools ermöglicht. „Wir wollen die Community einbinden“, erklärte Ardoino. Das Framework soll mit Input der Open-Source-Gemeinschaft finalisiert werden.
Teil von Tethers Bitcoin-Strategie
Der Schritt passt zu Tethers wachsendem Bitcoin-Engagement. Das Unternehmen hält Stand Anfang 2026 rund 96.185 BTC im Wert von über 8 Milliarden US-Dollar. Seit 2023 fließt ein Teil der Gewinne in Bitcoin-Käufe als strategische Reserve.
Zwar reduzierte Tether Ende 2025 eigene Mining-Aktivitäten wegen steigender Energiekosten. Die MOS-Veröffentlichung konzentriert sich jedoch auf Software-Entwicklung statt Hardware-Besitz. Die Firma betrachtet das Projekt als langfristige Investition in dezentrale Infrastruktur und Branchenstandards.





