Das Ethereum Layer-2-Projekt Kinto schließt am 30. September seine Blockchain, nachdem ein 1,6 Millionen Dollar schwerer Hack im Juli das DeFi-Protokoll in eine existenzielle Krise stürzte. Der native Kinto Token verlor daraufhin über 81 Prozent seines Wertes.
- Kinto Token stürzt 81,4% auf 0,46 Dollar ab
- Ethereum Layer-2 beendet Betrieb nach Millionen-Hack
- Recovery-Plan sieht 76% Rückzahlung für Gläubiger vor
1/ 🛑 Kinto is shutting down.
— Kinto (@KintoXYZ) September 7, 2025
After exhausting every path to keep going, we’re conducting orderly wind-down to protect users and community.
– Users can normally withdraw assets
– Phoenix lenders receive ~76%
– Morpho Victims can claim up to $1.1k each
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Das Team des Kinto-Protokolls verkündete am Sonntag das endgültige Aus für seine Ethereum Layer-2-Blockchain. Grund für die Schließung sind die anhaltenden finanziellen Schwierigkeiten nach einem verheerenden Hack im Juli.
Der Cyberangriff kostete das Protokoll 577 Ethereum im Wert von rund 1,6 Millionen Dollar. Die Attacke nutzte eine Sicherheitslücke im ERC-1967 Proxy Standard aus – einem weit verbreiteten OpenZeppelin-Code, der Smart Contract-Updates ermöglicht.
Finanzierung kollabiert nach Hack
Kinto hatte nach dem Hack eine Million Dollar Schulden aufgenommen, um seine „modulare Börse„ wieder zum Laufen zu bringen. Dennoch verschlechterten sich die Marktbedingungen dramatisch und „töteten weitere Fundraising-Bemühungen“, wie das Team mitteilte.
„Jeden Tag, den wir weitermachen, schwinden die Mittel weiter. Wir haben seit Juli ohne Gehälter gearbeitet, und nachdem der letzte Finanzierungsweg gescheitert ist, haben wir nur noch eine verantwortungsvolle Wahl: sauber schließen“, erklärte das Kinto-Team.
Extreme Renditen als Warnsignal?
Kritiker verweisen auf Kintos unrealistisch hohe Renditeversprechen als mögliche Ursache für das Scheitern. Das Protokoll bot zeitweise 130 Prozent jährliche Rendite auf USDC-Stablecoins – eine der höchsten Raten im gesamten DeFi-Bereich.
Gründer Ramon Recuero, für den Kinto bereits das zweite gescheiterte Krypto-Projekt nach Babylon Finance darstellt, kündigte einen Recovery-Plan an. Phoenix-Gläubiger sollen 76 Prozent ihrer Darlehenssumme zurückerhalten.
Der Kinto Token fiel von seinem Allzeithoch von 14,5 Millionen Dollar Marktkapitalisierung am 14. August auf aktuell knapp über eine Million Dollar. Das Protokoll fordert alle Nutzer auf, ihre Assets bis zum 30. September abzuziehen.



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