Das japanische Bitcoin-Treasury-Unternehmen Metaplanet beginnt ab Freitag den Handel in den USA über American Depositary Receipts. Die ADRs werden unter dem Ticker MPJPY im OTC-Markt gelistet und ermöglichen US-Investoren erstmals direkten Zugang zu einem der weltweit größten Digital-Asset-Treasuries mit über 30.000 BTC im Portfolio.
- Metaplanet startet US-Handel mit ADR-Programm über Deutsche Bank
- Keine Kapitalerhöhung geplant, nur breiterer Investorenzugang
- Bitcoin-Käufe seit September gestoppt trotz 30.823 BTC im Bestand
U.S. trading of Metaplanet ADRs begins December 19. Ticker: $MPJPY
— Simon Gerovich (@gerovich) December 19, 2025
This directly reflects feedback from U.S. retail and institutional investors seeking easier access to our equity. Another step toward broader global participation in Metaplanet. pic.twitter.com/XEvfAFw8Z3
Metaplanet macht den nächsten Schritt zur globalen Expansion. Das japanische Unternehmen, das sich auf Bitcoin-Investments spezialisiert hat, debütiert heute an US-Märkten. Der Handel erfolgt über American Depositary Receipts unter dem Symbol MPJPY im Over-the-Counter-Markt.
„Dies spiegelt direkt das Feedback von US-Privat- und institutionellen Investoren wider, die einen einfacheren Zugang zu unserem Eigenkapital suchen“, erklärt Metaplanet-CEO Simon Gerovich. Der Launch markiere einen weiteren Meilenstein für den globalen Zugang zum Unternehmen.
Deutsche Bank als Partner für US-Expansion
Das ADR-Programm wird über einen Sponsored Level Trust Agreement mit der Deutsche Bank Trust Company Americas als Verwahrstelle durchgeführt. Die japanische MUFG Bank fungiert als Custodian. Bereits im Dezember 2024 startete Metaplanet mit MTPLF auf dem OTCQX-Markt, allerdings ohne gesponserte ADR-Struktur.
American Depositary Receipts ermöglichen US-Anlegern den Handel mit Aktien ausländischer Unternehmen, ohne direkt an ausländischen Börsen aktiv werden zu müssen. Die ADRs werden in US-Dollar gehandelt und senken die Eintrittsbarriere für amerikanische Investoren erheblich.
Die neue Struktur dient laut Metaplanet ausschließlich der Zugangserweiterung. „Die ADRs sind nicht dazu gedacht, Mittel aufzunehmen, sondern die Ausgabe von Stamm- und Vorzugsaktien durch das Unternehmen zu finanzieren“, heißt es in der offiziellen Mitteilung.
Bitcoin-Käufe pausieren seit Monaten
Während Metaplanet den US-Zugang ausbaut, stockt das Unternehmen seine Bitcoin-Bestände seit Monaten nicht mehr auf. Die letzte Transaktion datiert auf den 29. September. Zuvor hatte Metaplanet im Jahr 2025 rund 29.000 BTC erworben.
Seit dem Start der Bitcoin-Strategie im April 2024 hat das Unternehmen insgesamt 30.823 BTC akkumuliert. Damit zählt Metaplanet neben Michael Saylors Strategy zu den weltweit größten Digital-Asset-Treasuries. Der Kaufstopp fiel zeitlich mit einem Rückgang des Unternehmenswerts unter den Wert der Bitcoin-Bestände zusammen, was Mitte Oktober branchenweit für Besorgnis sorgte.
Bewertungskennzahlen erholen sich
Die Market-to-Bitcoin-NAV-Ratio, die das Verhältnis zwischen Unternehmenswert und BTC-Beständen misst, lag zeitweise unter 1,0. Mittlerweile hat sich die Kennzahl auf 1,12 erholt. Das bedeutet: Der Marktwert von Metaplanet liegt aktuell 12 Prozent über dem reinen Bitcoin-Gegenwert.
Mehrere Digital-Asset-Treasury-Companies verzeichneten nach einer starken Rally im Juli 2025 deutliche Kursverluste. Die Erholung der mNAV-Ratio signalisiert nun wieder steigendes Vertrauen der Investoren in Metaplanets Geschäftsmodell.
Mit der Miami-Tochter und einem Startkapital von 15 Millionen Dollar hatte Metaplanet bereits die Weichen für Wachstum im US-Markt gestellt. Der heutige ADR-Start könnte dem Unternehmen Zugang zu einem deutlich größeren Pool institutioneller Investoren verschaffen.





