Der Internationale Währungsfonds schlägt Alarm wegen Stablecoins, während die EU ihre Krypto-Regulierung zentralisiert. Gleichzeitig planen europäische Banken den Launch eines eigenen Euro-Stablecoins bis 2026. In den USA öffnet die CFTC derweil Terminmärkte für Spot-Krypto-Produkte.
- IWF identifiziert vier kritische Risiken bei Stablecoins
- Zehn EU-Banken entwickeln Euro-Stablecoin Qivalis
- ESMA soll zentrale Aufsicht über alle Krypto-Dienstleister übernehmen
Rumors swirling that the EU commission will fine X hundreds of millions of dollars for not engaging in censorship. The EU should be supporting free speech not attacking American companies over garbage.
— JD Vance (@JDVance) December 4, 2025
Der Internationale Währungsfonds veröffentlichte am Donnerstag einen brisanten Report zu Stablecoins. Die Organisation warnt vor Volatilität, Bank-Runs und der Gefahr der Währungssubstitution. Besonders in Schwellenländern könnten ausländische Stablecoins die monetäre Souveränität untergraben.
Fehlende Rücknahmerechte verschärfen Krisengefahr
Die meisten großen Stablecoin-Emittenten bieten Haltern keine garantierten Rücknahmerechte. Bei Insolvenz des Herausgebers droht Unsicherheit über die Behandlung der Guthaben. „Dies könnte Runs beschleunigen“, heißt es im IWF-Bericht. Investoren würden ihre Holdings dann mit erheblichen Abschlägen verkaufen.
Dennoch erkennt der IWF auch Vorteile. Stablecoins ermöglichen schnellere grenzüberschreitende Transaktionen als Banküberweisungen. In abgelegenen Regionen können sie digitale Zahlungen erleichtern. Die Integration mit Smart Contracts reduziert zudem Gegenparteirisiken.
Europäische Banken starten Gegenprojekt
Zehn europäische Großbanken, darunter BNP Paribas, Danske Bank und ING, gründeten das Unternehmen Qivalis. Die in Amsterdam ansässige Firma will bis Mitte 2026 einen eurogedeckten Stablecoin lancieren. CEO Jan-Oliver Sell erklärt, das Projekt biete „neue Möglichkeiten für europäische Unternehmen und Verbraucher, mit On-Chain-Zahlungen und digitalen Anlagemärkten in ihrer eigenen Währung zu interagieren“.
Die Ankündigung erfolgte wenige Tage vor einem Vorschlag der EU-Kommission. Dieser sieht vor, die Aufsicht über bedeutende Marktinfrastrukturen wie Handelsplätze und alle Krypto-Dienstleister an die Europäische Wertpapier- und Marktaufsichtsbehörde ESMA zu übertragen.
Drei Länder fordern zentrale Krypto-Aufsicht
Frankreich, Italien und Österreich hatten die Zentralisierung bei der ESMA gefordert. Hintergrund sind Bedenken über uneinheitliche Durchsetzung der MiCA-Standards in den Mitgliedstaaten. Die Europäische Kommission will mit dem Schritt die Marktregulierung straffen.
Bereits zuvor hatte die EU soziale Medien ins Visier genommen. Plattform X erhielt eine Geldbuße von 120 Millionen Euro wegen Verstößen gegen den Digital Services Act. Der DSA gilt künftig auch für Krypto-Plattformen, DeFi-Frontends und NFT-Marktplätze ab einer bestimmten Größe.
USA öffnen Terminmärkte für Spot-Krypto
In den Vereinigten Staaten genehmigte die Commodity Futures Trading Commission den Handel von Spot-Krypto-Produkten an Terminmärkten. Die kommissarische Vorsitzende Caroline Pham sprach von einem Schritt, um diese Produkte in „sichere US-Märkte“ zu bringen. Die Genehmigung folgt auf Empfehlungen der White House Working Group on Digital Asset Markets.
Pham übernahm die Führung zu Jahresbeginn. Sie dürfte zurücktreten, sobald der Kongress Michael Selig, den Kandidaten der Trump-Regierung, bestätigt. Anfang des Jahres hatten SEC und CFTC die „Crypto Sprint“-Initiative gestartet, um Best Practices auszutauschen.
Südafrikas Zentralbank warnte parallel vor Krypto-Risiken. Die grenzüberschreitende Natur von Kryptowährungen erschwere Regulierung. Die Reserve Bank arbeitet an neuen Vorschriften zur Überwachung von Cross-Border-Transaktionen.
🚨 You can now trade listed spot crypto on @CFTC exchanges. We’re working smarter and faster to protect Americans who deserve safe U.S. markets, not offshore exchanges 🇺🇸 https://t.co/2yNTjDsCFV
— Caroline D. Pham (@CarolineDPham) December 4, 2025






