Ein indisches Anti-Korruptions-Gericht hat 14 Personen zu lebenslanger Haft verurteilt – darunter 11 Polizeibeamte und einen ehemaligen Politiker. Der spektakuläre Fall dreht sich um die Entführung eines Geschäftsmanns und den Diebstahl von über 750 Bitcoin im Jahr 2018.
- 14 Verurteilte wegen Bitcoin-Erpressung in Indien
- Polizisten entführten Geschäftsmann für Krypto-Raub
- 150.000 Dollar durch erzwungenen Bitcoin-Verkauf erbeutet
Ex-MLA Nalin Kotadiya, ex-IPS officer among 14 sentenced to life term in bitcoin extortion casehttps://t.co/Mg4L2E5vmd pic.twitter.com/1h16MHip17
— DeshGujarat (@DeshGujarat) August 29, 2025
Ein beispielloser Korruptionsfall in Indien erreicht seinen juristischen Höhepunkt. Das Sondergericht in Ahmedabad verurteilte am Freitag 14 Angeklagte wegen Verschwörung, Entführung und Erpressung. Unter den Verurteilten befinden sich hochrangige Polizeibeamte und der ehemalige BJP-Abgeordnete Nalin Kotadiya.
Geschäftsmann als Bitcoin-Ziel ins Visier genommen
Das Opfer Shailesh Bhatt hatte zuvor Teile seiner Investitionen aus dem zusammengebrochenen BitConnect-Projekt in Form von Bitcoin zurückerhalten. Die 900-Millionen-Dollar-Plattform war als Betrug entlarvt worden. Bhatt konnte von Entwickler Dhaval Mavani 752 Bitcoin sicherstellen.
Diese Information erreichte offenbar die korrupten Beamten in Amreli. Am 11. Februar 2018 wurde Bhatt entführt und auf die Keshav Farm bei Gandhinagar gebracht.
Brutale Methoden für Krypto-Diebstahl
Die Entführer folterten Bhatt systematisch, um an seine Bitcoin-Bestände zu gelangen. Unter Gewaltanwendung zwangen sie ihn zur Preisgabe, dass er 176 Bitcoin bei seinem Geschäftspartner Kirit Paladiya gelagert hatte. Den Rest hatte er bereits für fünf Millionen Dollar verkauft.
Die Täter erpressten zunächst Bitcoin-Übertragungen und 3,6 Millionen Dollar in bar. Als dieser Deal scheiterte, zwangen sie Bhatt zum Verkauf von 34 Bitcoin aus Paladiyas Wallet – Beute im Wert von 150.000 Dollar.
Ermittlungen decken Korruptionsnetzwerk auf
Bhatt wandte sich nach seiner Freilassung an das Innenministerium. Die darauffolgende Untersuchung führte zur Verhaftung von 15 Personen. Das Verfahren dauerte Jahre – Staatsanwalt Amit Patel präsentierte 173 Zeugen.
Das Gericht ordnete zusätzlich die Beschlagnahme von Goldschmuck an, der bei Superintendent Jagdish Patel gefunden wurde. Der Fall gilt als Wendepunkt im Kampf gegen Krypto-Kriminalität in Indien.



