Haliey Welch, bekannt als „Hawk Tuah Girl„, wird jetzt doch in der Sammelklage um den gescheiterten HAWK-Token verklagt. Die Anwaltskanzlei Burwick Law, mit der sie zuvor kooperiert hatte, wirft ihr vor, bis zu 325.000 Dollar für die Bewerbung des Meme Coins kassiert zu haben. Das Gericht muss dem Antrag auf Erweiterung der Klage noch zustimmen.
- Welch soll 325.000 Dollar für Token-Promotion erhalten haben
- Manager und Firma 16 Minutes LLC ebenfalls als Beklagte hinzugefügt
- HAWK-Token kollabierte 93 Prozent innerhalb von Minuten
Die 22-jährige Influencerin wurde ursprünglich bewusst nicht in die Klage einbezogen. Burwick Law hatte gegenüber, dies sei der effektivste Weg gewesen, um Anleger zu entschädigen. Nun die Kehrtwende: Die Kanzlei beantragte beim Gericht im Eastern District of New York die Erweiterung der Sammelklage.
Vertrag fünf Monate vor Token-Launch unterzeichnet
Laut neuer Klageschrift unterzeichnete Welchs Firma 16 Minutes LLC bereits fünf Monate vor dem Token-Start einen „Meme Token Creation and Monetization Agreement“ mit Memetic Labs. Der Deal: 125.000 Dollar Sofortzahlung plus weitere 200.000 Dollar bei Erreichen bestimmter Promotion-Ziele. Die Klage wirft Welch vor, den Token mit falschen Versprechungen beworben zu haben.
Der HAWK-Token wurde als „transformativer kultureller Token“ angepriesen, der in Welchs Podcast integriert werden sollte. Angebliche Features wie Abo-Modelle, Gaming-Integration und exklusive Inhalte waren geplant. Doch die technische Infrastruktur dafür existierte nie, so die Klageschrift.
490 Millionen Dollar Marktkapitalisierung in 15 Minuten
Der auf Solana basierende Token schoss nach dem Launch am 5. Dezember 2024 innerhalb von 15 Minuten auf eine Marktkapitalisierung von 490 Millionen Dollar. Dann der Absturz: Binnen Minuten verlor HAWK 93 Prozent an Wert. Die Klage behauptet, dies sei kein Zufall gewesen, sondern ein orchestrierter Pump-and-Dump-Plan.
Neue Betrugsvorwürfe und weitere Beklagte
Neben Welch werden auch ihr Manager Johnnie Forster und die Firma 16 Minutes LLC als Beklagte genannt. Forster soll Welch mit verschiedenen Krypto-Promotern zusammengebracht haben, um aus ihrer viralen Berühmtheit Kapital zu schlagen. Die erweiterte Klage enthält zudem neue Betrugsvorwürfe gegen alle Beteiligten.
Die Klageschrift führt aus: „Diese Zahlungen verwandelten Welch von einer passiven Berühmtheit in eine kritische Komponente eines koordinierten Marketing-Trichters, der darauf ausgelegt war, Privatanleger anzuziehen, die ihr vertrauten.“ Blockchain-Forensik zeige, dass dieselben Wallet-Cluster bereits an anderen Rug-Pulls beteiligt waren.
Welch war im Sommer 2024 durch ein virales Street-Interview berühmt geworden und baute ihre Marke seitdem mit einem Podcast und Millionen Social-Media-Followern aus. Ob das Gericht die Klageerweiterung genehmigt, ist noch offen. Welch und Burwick Law haben bislang nicht auf Anfragen reagiert.






