Harvard-Ökonom Kenneth Rogoff hat seine umstrittene Bitcoin-Prognose öffentlich revidiert. 2018 hatte er erklärt, die Kryptowährung sei weitaus wahrscheinlicher auf 100 US-Dollar als auf 100 000 US-Dollar unterwegs. Heute notiert Bitcoin bei über 113 000 US-Dollar – und Rogoff räumt seinen Fehler ein.
- Rogoff gesteht Fehlprognose ein
- Bitcoin erreicht neues Rekordhoch
- Experten uneins über weiteren Trend
Almost a decade ago I was the Harvard economist that said that bitcoin was more likely to be worth $100 than 100k. What did I miss? I was far too optimistic about the US coming to its senses about sensible cryptocurrency regulation; why would policymakers want to facilitate tax…
— Kenneth S Rogoff (@krogoff) August 19, 2025
Wie kam es zur Fehlprognose?
Im März 2018 warnte Rogoff in einem CNBC-Interview, Bitcoin werde durch eine weltweite Regulierungswelle massiv an Wert verlieren. Zudem sah er die Kryptowährung primär als Mittel für Geldwäsche und Steuerhinterziehung. Tatsächlich fiel Bitcoin nach dem damaligen Höhenflug zunächst deutlich – von knapp 20 000 US-Dollar auf rund 3 100 US-Dollar Ende 2018.
Bitcoin bei über 113.000 US-Dollar
Sieben Jahre später ist die Realität jedoch eine andere. Nach Daten von CoinMarketCap markierte Bitcoin im Jahr 2025 ein Allzeithoch von 124 128 US-Dollar und pendelt aktuell bei etwa 113 250 US-Dollar. Damit liegt der Kurs weit über Rogoffs ursprünglichem Szenario.
Rogoff räumt Irrtum ein
Auf der Plattform X erklärte Rogoff nun, er sei „zu optimistisch“ gewesen, was die Einführung „sinnvoller“ Regulierung in den USA angeht. Außerdem habe er nicht erwartet, dass Bitcoin als Wertaufbewahrungsmittel mit Fiatwährungen konkurrieren könnte. Die regulatorische Akzeptanz sei weitaus höher, als er damals annahm.
Wohin geht der Kurs?
Während Rogoff seine Prognose korrigierte, warnen andere Stimmen vor Übertreibungen. Rohstoffhändler Peter Brandt sprach jüngst von einer 30-prozentigen Wahrscheinlichkeit, dass Bitcoin bereits seinen Höhepunkt gesehen hat. Nach dem Rückfall unter 113 000 US-Dollar und einer schwächeren Entwicklung im Gleichschritt mit dem Nasdaq könnte das Risiko steigen – doch die Debatte bleibt offen.






