Kurz vor dem geplanten Börsengang erhält die US-Börse Gemini eine Finanzspritze von Ripple. Das Blockchain-Unternehmen stellt eine Kreditlinie bereit, während Gemini mit hohen Verbindlichkeiten kämpft.
- Ripple stellt 75 Mio. Dollar Kreditlinie bereit
- Gemini kann Kreditrahmen auf 150 Mio. Dollar erhöhen
- Stablecoin RLUSD könnte zusätzliche Rolle spielen

Kreditlinie stärkt Liquidität
Laut dem bei der US-Börsenaufsicht eingereichten S-1-Dokument hat Ripple Labs der Kryptobörse Gemini eine Kreditlinie über 75 Millionen US-Dollar gewährt. Die Mittel können in Tranchen von mindestens 5 Millionen Dollar abgerufen werden. Der Zinssatz liegt bei bis zu 8,5 Prozent jährlich. Unter bestimmten Bedingungen lässt sich das Kreditvolumen sogar auf 150 Millionen Dollar ausweiten.
Rolle des Ripple-Stablecoins RLUSD
Besonders brisant: Während Gemini innerhalb des anfänglichen Kreditlimits ausschließlich US-Dollar aufnehmen kann, wären weitere Mittel auch in Ripple USD (RLUSD) möglich. Der Stablecoin wurde erst im Dezember eingeführt und zählt zu den wachstumsstarken Token. Experten sehen in dem Deal daher auch eine Chance, die Verbreitung von RLUSD zu beschleunigen.
IPO unter schwierigen Vorzeichen
Gemini hatte im Juni vertraulich einen Börsengang beantragt. Doch die veröffentlichten Unterlagen zeigen ein angespanntes Bild: Zum Halbjahr 2025 verfügte die Börse über rund 162 Millionen Dollar Cash, stand jedoch gleichzeitig mit mehr als 2 Milliarden Dollar in der Kreide. Ripple selbst dementierte zuletzt eigene IPO-Pläne und setzt stattdessen auf Übernahmen – gestützt von der jüngsten XRP-Rally.
Der Schuldenberg bei Gemini und die Kreditlinie von Ripple könnten die Dynamik des gesamten IPO-Prozesses bestimmen – ob die Börse damit Vertrauen am Markt gewinnt, bleibt jedoch offen





