GameStop hat im dritten Quartal 2025 die Analystenerwartungen deutlich verfehlt und kämpft trotz Bitcoin-Strategie mit Umsatzeinbrüchen. Die Aktie verlor am Mittwoch über 4 Prozent, während das Unternehmen mit 4.710 BTC im Portfolio weiterhin rote Zahlen schreibt. Das steckt dahinter.
- GameStop verfehlt Q3-Umsatzprognose um 166 Millionen Dollar
- Bitcoin-Reserve von 4.710 BTC kann Geschäftsmodell nicht retten
- Aktie verliert trotz Krypto-Pivot seit März kontinuierlich an Wert

Der Videospiel-Einzelhändler GameStop enttäuschte Investoren mit schwachen Quartalszahlen. Der Umsatz lag im dritten Quartal bei nur 821 Millionen Dollar. Analysten hatten laut Seeking Alpha mit 987,29 Millionen Dollar gerechnet.
Besonders bitter: Auch die Bitcoin-Bestände brachten keine Erleichterung. GameStop hält aktuell 4.710 Bitcoin, verzeichnete im Quartal jedoch unrealisierte Verluste von 9 Millionen Dollar. Für das Gesamtjahr steht immerhin ein Plus von 19,4 Millionen Dollar zu Buche.
Bitcoin-Strategie verpufft ohne Wirkung
Im März hatte GameStop eine Bitcoin-Treasury-Strategie angekündigt und damit kurzfristig für Euphorie gesorgt. Die Aktie schnellte um 12 Prozent auf 35 Dollar nach oben. Doch die Freude währte nicht lange.
Bereits einen Tag nach der Ankündigung brach der Kurs um 11 Prozent ein. Investoren zeigten sich skeptisch gegenüber dem digitalen Pivot des traditionellen Einzelhändlers.
Im April sammelte GameStop 1,5 Milliarden Dollar ein, um Bitcoin zu kaufen. Im Mai folgte der Erwerb von 4.710 BTC. CEO Ryan Cohen bezeichnete Krypto im Juli als Inflationsschutz und kündigte an, Bitcoin-Zahlungen in den Filialen zu ermöglichen.
Geschäftsmodell unter Dauerdruck
Das Kernproblem bleibt bestehen: GameStop ist weiterhin vom Verkauf physischer Spiele und gebrauchter Titel abhängig. Ein Geschäftsmodell, das durch den digitalen Wandel massiv unter Druck steht.
Cohen versucht gegenzusteuern. Der Fokus soll künftig auf Sammelartikeln wie Trading-Karten liegen. Doch auch das erste Quartal 2025 verlief enttäuschend: Der Umsatz lag bei 732 Millionen Dollar statt erwarteten 754 Millionen.
Laut Standard Chartered ist der Kursverfall Teil eines breiteren Trends. Digital-Asset-Treasury-Unternehmen leiden unter Marktsättigung und wachsender Investorenskepsis. GameStop wird zum Paradebeispiel für eine gescheiterte Krypto-Transformation – die Bitcoin-Reserve allein kann ein sterbendes Geschäftsmodell nicht wiederbeleben.



