Die US-Bundespolizei warnt erneut vor einer gefährlichen Betrugsmasche, die gezielt Krypto-Anleger ins Visier nimmt. Betrüger geben sich als spezialisierte Anwaltskanzleien aus und versprechen Hilfe bei der Rückholung verlorener Coins – gegen Vorkasse.
- FBI warnt vor „Krypto-Recovery“-Kanzleien
- Opfer riskieren Daten- und Geldverlust
- Milliardenverluste durch Krypto-Betrug 2025

Falsche Kanzleien nutzen Hilfesuche aus
Laut einem aktuellen Hinweis des FBI kontaktieren Kriminelle gezielt Personen, die zuvor Opfer von Krypto-Betrug geworden sind. Unter dem Vorwand, gestohlene digitale Vermögenswerte zurückzuholen, verlangen diese Kanzleien Zahlungen in Kryptowährungen oder Prepaid-Geschenkkarten. „Seien Sie vorsichtig bei Kanzleien, die Sie unaufgefordert kontaktieren“, heißt es in der Mitteilung der Behörde.
Milliardenverluste in nur sechs Monaten
Zahlen der Blockchain-Sicherheitsfirma CertiK zeigen, dass allein im ersten Halbjahr 2025 rund 2,5 Milliarden US-Dollar durch Hacks, Exploits und Betrugsfälle verloren gingen. Zwar können Börsen oder Unternehmen in manchen Fällen Gelder erstatten, doch viele Opfer bleiben ohne Unterstützung.
FBI führt Ermittlungen und sichert Vermögen
Das FBI ist in den USA häufig federführend bei der Aufklärung von Krypto-Betrugsfällen. Im April beschlagnahmte das Büro in Dallas Bitcoin im Wert von 2,4 Millionen US-Dollar, die mutmaßlich mit einer Hackergruppe in Verbindung stehen. Laut US-Finanzminister Scott Bessent fließen beschlagnahmte Kryptobestände nach Entschädigung der Opfer in den nationalen Krypto- und Bitcoin-Reservefonds.
Eskalation: Physische Bedrohung von Anlegern
Neben digitalen Angriffen berichten Ermittler zunehmend von realen Bedrohungen. So werden Krypto-Inhaber und deren Familien gezielt entführt oder erpresst. SatoshiLabs-Gründerin Alena Vranova schätzt, dass wöchentlich mindestens ein Bitcoiner weltweit Opfer solcher Angriffe wird – Tendenz steigend.



