EZB bereit für digitalen Euro: Jetzt liegt Ball bei EU-Politik

Digitaler Euro

EZB bereit für digitalen Euro: Jetzt liegt Ball bei EU-Politik

EZB bereit für digitalen Euro: Jetzt liegt Ball bei EU-Politik

Die Europäische Zentralbank hat die technischen Vorbereitungen für den digitalen Euro abgeschlossen. EZB-Präsidentin Christine Lagarde bestätigte am Donnerstag, dass nun die EU-Gesetzgeber entscheiden müssen. Der Zeitdruck wächst, während Stablecoins und US-Kryptopolitik den globalen Zahlungsverkehr umkrempeln.

  • EZB schließt technische Arbeiten am digitalen Euro ab
  • Entscheidung liegt jetzt bei EU-Rat und EU-Parlament
  • Digitales Zentralbankgeld soll Stabilität und Souveränität sichern

Die Europäische Zentralbank meldet Vollzug beim digitalen Euro. Alle technischen Systeme stehen, die Sicherheitsvorkehrungen sind definiert. Jetzt verlagert sich der Fokus auf den politischen Prozess.

„Wir haben unsere Arbeit erledigt“, erklärte EZB-Chefin Christine Lagarde bei der Pressekonferenz am Donnerstag. Die Institution habe das Wasser getragen, nun müssten der Europäische Rat und später das Europäische Parlament den Vorschlag der Kommission prüfen.

Warum braucht Europa digitales Zentralbankgeld?

Der geplante digitale Euro soll als öffentliche, breit nutzbare Digitalwährung mit Zahlungsmittelstatus fungieren. Ziel ist die Stärkung der Finanzstabilität, der monetären Souveränität und des Datenschutzes. Zudem soll die europäische Zahlungsinfrastruktur modernisiert werden.

Im Gegensatz zu privaten Stablecoins handelt es sich um eine direkte Forderung gegenüber der Zentralbank. Das digitale Zentralbankgeld genießt staatliche Rückendeckung und rechtliche Gleichstellung mit Bargeld. Private Token basieren hingegen auf Reserven oder Unternehmensgarantien.

„Unser Ziel ist sicherzustellen, dass im digitalen Zeitalter eine Währung existiert, die als Stabilitätsanker für das Finanzsystem dient“, betonte Lagarde. Die Dringlichkeit des Projekts hat zugenommen, nachdem Stablecoins und die US-Kryptopolitik die globalen Zahlungsmärkte neu geordnet haben.

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Politische Hürden bleiben

Der Kommissionsvorschlag sieht vor, dass Zentralbankgeld mit Zahlungsmittelstatus der breiten Öffentlichkeit verfügbar bleibt. Dabei soll ein hohes Maß an Privatsphäre bei digitalen Zahlungen gewährleistet werden. Die Systeme sollen kostengünstig und zukunftssicher sein.

Während die technische Seite abgeschlossen ist, liegt der Ball nun im politischen Feld. Die Überprüfung des Projekts läuft bereits unter Beteiligung des Europäischen Rates und des Europäischen Parlaments. Die endgültige Gesetzgebung bleibt abzuwarten.

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