Europol hat gemeinsam mit dem EU-Amt für geistiges Eigentum und der spanischen Nationalpolizei rund 55 Millionen US-Dollar in Kryptowährung aufgespürt, die mit illegalen Streaming-Diensten und digitaler Piraterie in Verbindung stehen. Die Operation richtete sich gegen ein weitverzweigtes Netzwerk von Piraterie-Plattformen mit Millionen Nutzern.
- Europol verfolgt 55 Millionen Dollar Kryptowährung aus illegalen Streaming-Geschäften
- 69 Piraterie-Websites mit 11,8 Millionen Jahresbesuchern identifiziert
- 25 illegale IPTV-Dienste an Krypto-Anbieter zur Sperrung gemeldet
Am 19. November 2025 gaben die beteiligten Behörden den Durchbruch bekannt. Die Ermittler setzten dabei auf modernste Krypto-Tracing-Methoden. Mit kaufbasierten Nachverfolgungstechniken und fortschrittlichen OSINT-Tools konnten sie die illegalen Geldströme kartieren.
Wie funktionierte das Piraterie-Netzwerk?
Die Operation deckte 69 gezielt untersuchte Websites auf. Diese Plattformen verzeichneten geschätzte 11,8 Millionen Besucher pro Jahr. Die Betreiber kassierten über Kryptowährungen ab und verschleierten so ihre Einnahmequellen. Besonders im Fokus standen illegale IPTV-Angebote, die Premium-Inhalte ohne Lizenz streamten.
Die Behörden meldeten 25 dieser IPTV-Dienste an Krypto-Dienstleister. Ziel: die sofortige Unterbrechung der Zahlungsströme. Parallel dazu wurden Ermittlungen gegen 44 weitere verdächtige Websites eingeleitet. Die Sperrung zahlreicher Krypto-Konten folgte unmittelbar.
Internationale Zusammenarbeit zahlt sich aus
An der Großoperation beteiligten sich über 15 Länder sowie private Partner aus der Finanzbranche. Die grenzüberschreitende Kooperation ermöglichte es, komplexe Zahlungswege offenzulegen. Kryptowährungen galten lange als sicherer Hafen für digitale Kriminelle. Diese Razzia beweist das Gegenteil.
Die Behörden verfolgen drei Hauptziele: kriminelle Einkünfte abschneiden, die Erkennung kryptofinanzierter Piraterie verbessern und die internationale Zusammenarbeit gegen Urheberrechtskriminalität stärken. Der Schlag gegen die Streaming-Mafia könnte erst der Anfang sein. Weitere Operationen sind bereits in Planung.






