Thailändische Cyber-Ermittler haben über 432.000 US-Dollar in gestohlenen Krypto-Assets von einem mutmaßlichen osteuropäischen Hacker beschlagnahmt, der sich in Phuket versteckte. Die Operation gelang dank eines FBI-Hinweises.
- Über 432.000 Dollar in Krypto beschlagnahmt
- FBI lieferte entscheidenden Tipp zu europäischem Hacker
- Thailand wird zunehmend Ziel für Krypto-Kriminelle

Thailands Cyber Crime Investigation Bureau (CCIB) meldete am Mittwoch einen spektakulären Ermittlungserfolg. Die als „Operation 293“ bezeichnete Aktion führte zur Sicherstellung von mehr als 432.000 US-Dollar in digitalen Vermögenswerten. Ein osteuropäischer Hacker hatte sich nach Thailand abgesetzt.
FBI-Tipp führt zu Verhaftung
Das Federal Bureau of Investigation gab den entscheidenden Hinweis an thailändische Ermittler weiter. Der Verdächtige stammte aus einem osteuropäischen Land an der Grenze zu Asien und war nach Phuket geflohen. Lt. Gen. Suraphon Prempoot, Leiter des CCIB, erklärte laut Medienberichten: „Diese Operation zeigt, dass selbst raffinierte Hacker sich nicht hinter digitaler Anonymität verstecken können.“
Der mutmaßliche Cyberkriminelle setzte Schadsoftware ein, die Geräte der Opfer infiltrierte. Dabei erbeutete er Authentifizierungsschlüssel und Seed Phrases, kritische Zugangsdaten für Krypto-Konten. Die gestohlenen Gelder wandelte er in Tether (USDT) und Bitcoin um und verteilte sie auf zahlreiche digitale Wallets.
Sechs thailändische Opfer identifiziert
Die Ermittler identifizierten sechs thailändische Geschädigte mit Gesamtverlusten von über 100.000 US-Dollar. Die Behörden arbeiteten mit Tether zusammen, um die gestohlenen USDT einzufrieren. Anschließend half die in Bangkok ansässige Krypto-Börse Bitkub bei der Rückverfolgung der Smart Contracts.
Am Montag erhielten zwei Opfer ihre beschlagnahmten Gelder zurück. Insgesamt konnten 320.000 US-Dollar an thailändische Geschädigte ausgezahlt werden. Die Ermittler transferierten 432.000 USDT in ein vom CCIB kontrolliertes Custody Wallet.
Thailand wird Hotspot für Krypto-Kriminalität
Thailand entwickelt sich zunehmend zum Zufluchtsort für Krypto-Flüchtige und gleichzeitig zum Schauplatz intensiver Strafverfolgung. Erst im vergangenen Monat verhaftete die thailändische Polizei den chinesischen Staatsbürger Liang A-B.. Ihm wird vorgeworfen, 2023 ein angebliches 31-Millionen-Dollar-Schneeballsystem namens FINTOCH betrieben zu haben.
Die erfolgreiche Operation 293 markiert einen der bedeutendsten internationalen Cybercrime-Erfolge des Landes. Für Krypto-Kriminelle wird Thailand zunehmend zu einem riskanten Versteck.






