Ethereum hat in den vergangenen 30 Tagen ein spektakuläres Comeback hingelegt und um 47 Prozent zugelegt. Der Kurs kletterte auf 3.600 Dollar, während Hedge-Fonds-Experten eine weitere Korrektur für unwahrscheinlich halten. Rekord-Zuflüsse in ETFs und Fed-Unsicherheit treiben den Boom an.
- Ethereum-ETFs verzeichnen mit 727 Millionen Dollar größte Tageszuflüsse seit Start
- Hedge-Fonds sieht keine schnelle Trendumkehr bei anhaltenden Makro-Bedingungen
- 10.000-Dollar-Ziel für 2025 spekulativ aber nicht ausgeschlossen
We have a *new* daily inflow record for iShares Ethereum ETF…
— Nate Geraci (@NateGeraci) July 18, 2025
Nearly $550mil.
Back-to-back record days.
Now 10-day inflow streak. $2.1bil.
Die zweitgrößte Kryptowährung Ethereum erlebt derzeit eine beeindruckende Rallye. Binnen eines Monats schoss der Kurs um 47 Prozent in die Höhe und erreichte am Donnerstag 3.600 Dollar.
Felix Xu, Partner beim Krypto-Hedge-Fonds ZX Squared Capital, sieht die Fortsetzung des Aufwärtstrends als wahrscheinlich an. „Alle harten Daten, die diese Woche eintrafen, sprechen gegen eine schnelle Trendumkehr“, erklärt Xu gegenüber Cointelegraph.
ETF-Boom als Haupttreiber
Die massiven Zuflüsse in US-amerikanische Ethereum-ETFs gelten als wichtigster Katalysator für den anhaltenden Kursanstieg. Am Mittwoch verzeichneten die Fonds mit 727 Millionen Dollar die größten Tageszuflüsse seit dem Start des ETF-Handels im Juli 2024.
„Diese Coins landen direkt in Cold Storage und stehen per Definition nicht für den sofortigen Wiederverkauf zur Verfügung“, betont Xu. Die Unsicherheit rund um die US-Notenbank Fed wirke zusätzlich bullish für Ethereum.
Fed-Politik begünstigt Krypto-Märkte
Trotz des leichten Anstiegs des Verbraucherpreisindex im Juni sieht Xu die Makro-Bedingungen als „gemischt statt toxisch“. Der anhaltende Druck von US-Präsident Donald Trump auf Fed-Chef Jerome Powell sorge für zusätzliche Unterstützung.
„Trump drängt die Fed weiterhin zu Zinssenkungen um bis zu drei Prozentpunkte – eine Erinnerung daran, dass das Politikrisiko für Risikoanlagen weiterhin taubenhaft ausgerichtet ist“, so der Experte.
Ist 10.000 Dollar realistisch?
Die Wahrscheinlichkeit einer vollständigen Korrektur wie der 30-prozentige Einbruch im Oktober 2024 sei gering, solange ETF-Zuflüsse anhalten und die Fed nicht scharf hawkish werde.
Dennoch hält Xu ein 10.000-Dollar-Ziel bis Jahresende für ambitioniert. „Ein 10.000-Dollar-Ziel würde eine 190-prozentige Bewegung in etwas mehr als fünf Monaten bedeuten – etwas, das ETH nur zweimal erreicht hat“, während der ICO-Euphorie 2017 und dem DeFi-Boom 2020-21.
Trevor Koverko, Mitgründer von Sapien, sieht das 10.000-Dollar-Ziel als spekulativ aber nicht unmöglich an. „Es ist ein ambitionierter Sprung, aber nicht unmöglich anzunehmen, dass ETH sogar eine 10.000-Dollar-Bewertung erreichen könnte“, falls starke Makro-Rückenwinde, breitere ETF-Akzeptanz und die Rolle als Rückgrat des nächsten Finanzsystems anhalten.





