Zwei deutsche Volksbanken haben die erste MiCA-Lizenz erhalten und dürfen künftig Krypto-Dienstleistungen anbieten. Ab 2026 sollen Millionen Kunden über die VR Banking App Zugang zu digitalen Vermögenswerten erhalten. Das steckt dahinter.
- Volksbank Bayern Mitte und Volksbank Mittlerer Schwarzwald mit MiCA-Zulassung
- DZ Bank plant flächendeckenden Rollout für 2026
- Erste Genossenschaftsbanken mit EU-Krypto-Lizenz
🎉 BREAKING:
— Volksbank Raiffeisenbank Bayern Mitte (@VR_BayernMitte) November 13, 2025
Die Volksbank Raiffeisenbank Bayern Mitte & die Volksbank Mittlerer Schwarzwald sind die ersten deutschen Genossenschaftsbanken mit MiCAR-Lizenz!
Die MiCAR (Markets in Crypto-Assets Regulation) ist eine EU-weite Regulierung und ermöglicht es uns,… pic.twitter.com/2aVOpMxIP2
Die Volksbank Raiffeisenbank Bayern Mitte und die Volksbank Mittlerer Schwarzwald haben am Donnerstag eine historische Zulassung erhalten. Die BaFin erteilte beiden Instituten die begehrte MiCA-Lizenz. Damit sind sie die ersten Genossenschaftsbanken in Deutschland, die digitale Vermögenswerte nach EU-Standard anbieten dürfen.
Was bringt die MiCA-Lizenz?
Die Lizenz erlaubt den Volksbanken, Krypto-Dienstleistungen unter strengen Auflagen anzubieten. Dazu gehören die Verwahrung digitaler Assets, der Handel sowie weitere Services. MiCA legt erstmals europaweit einheitliche Sicherheits- und Transparenzstandards für Krypto-Anbieter fest. Bislang fehlte dieser regulatorische Rahmen.
Die beiden Volksbanken kooperieren eng mit der DZ Bank. Deren Krypto-Infrastruktur wurde in mehreren Pilotphasen getestet. Die Genossenschaftsbank plant, das System ab 2026 über die VR Banking App auszurollen. Dann hätten sämtliche Volks- und Raiffeisenbanken Zugang zu einem standardisierten Krypto-Angebot für Privatkunden.
Weitere Institute folgen bald
Die Volksbank Bayern Mitte erklärt, dass bereits weitere Genossenschaftsbanken an vergleichbaren Angeboten arbeiten. Immer mehr Institute setzen sich mit den Anforderungen von MiCA auseinander. Der Erhalt der Zulassung markiert einen wichtigen Schritt zur systematischen Integration digitaler Vermögenswerte in klassische Bankprozesse.
Für Millionen Kunden der genossenschaftlichen Finanzgruppe könnte das Thema Krypto damit ab 2026 zur Normalität werden. Die Frage ist nun, wie schnell andere Banken nachziehen – und ob sich das traditionelle Banking dadurch grundlegend verändert.






