Strategy-CEO Fong Lee hat erstmals öffentlich einen möglichen Verkauf der Bitcoin-Bestände nicht ausgeschlossen. In einem Interview mit dem Schwab Network stellte Lee klar: Die Dividendenzahlungen an Aktionäre haben Vorrang vor dem Krypto-Engagement.
- Strategy könnte Bitcoin bei anhaltendem Krypto-Winter verkaufen
- Dividendenzahlungen haben höchste Priorität für das Unternehmen
- Selbst bei 50-Prozent-Crash reichen Reserven bis 2065
.@Strategy, $MSTR, CEO Phong Le explains how the company plans to pay down its dividends over time, even if there is a bitcoin winter or crypto downturn.
— Schwab Network (@SchwabNetwork) December 10, 2025
“What’s important is paying our dividends, more important than not selling bitcoin,” he says.
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Dividenden wichtiger als Bitcoin-Strategie
„Entscheidend ist die Zahlung unserer Dividenden, wichtiger als den Bitcoin nicht zu verkaufen“, erklärte Lee während des Interviews. Damit rückt der CEO erstmals von der bisherigen Bitcoin-First-Strategie ab.
Die Aussage kommt überraschend. Strategy hatte sich in den vergangenen Jahren als einer der aggressivsten institutionellen Bitcoin-Käufer positioniert. Allein in dieser Woche verkündete das Unternehmen einen weiteren Mammut-Kauf.
50-Prozent-Crash? Reserven bis 2065 gesichert
Bei einem Bitcoin-Kursrückgang um 50 Prozent könnte Strategy die Dividenden durch Verkäufe der Krypto-Bestände bis etwa 2065 finanzieren. Diese Rechnung präsentierte Lee als Absicherung für Investoren.
Dennoch betonte der CEO, dass Bitcoin langfristig zentral bleibe. „Bitcoin ist für uns zu jedem Zeitpunkt ein wichtiger Kauf“, so Lee. Die jüngste Großinvestition sei auf Basis interner Finanzstabilitätskennzahlen und günstiger Aktienliquidität getimed worden.
MSCI-Vorschlag sorgt für Unmut
Strategy reagierte heute Morgen mit einem Brief auf den MSCI-Vorschlag, Unternehmen mit über 50 Prozent Digital-Asset-Anteil von Indizes auszuschließen. Lee bezeichnete den Vorstoß als „uninformiert“ und „fehlgeleitet“.
„Es scheint verfrüht, zu entscheiden, dass digitale Vermögenswerte kein Investmentbereich sein sollten“, kritisierte der CEO. Strategy argumentiert, die geplante Exklusion sei diskriminierend.
Die letzten fünf Jahre hätten gezeigt, dass Strategy bullish für den Bitcoin-Markt agiere. „Wir denken nicht von Woche zu Woche“, ergänzte Lee mit Blick auf kurzfristige Volatilität.



