ARK-Invest-CEO Cathie Wood, eine der lautesten Bitcoin-Befürworterinnen, hat ihr Kursziel für 2030 um satte 300.000 US-Dollar gesenkt. Grund für die Korrektur ist die rasante Expansion des Stablecoin-Marktes, der Bitcoin zunehmend Konkurrenz macht. Dennoch bleibt Wood optimistisch für die Kryptowährung.
- Wood senkt Bitcoin-Kursziel von 1,5 Millionen auf 1,2 Millionen US-Dollar
- Stablecoins übernehmen Funktionen, die ursprünglich für Bitcoin gedacht waren
- ARK-CEO bleibt trotz Kürzung bullish für institutionelle Adoption
Cathie Wood trims her bitcoin bull case on threat of stablecoins taking some market share https://t.co/5hSxx2InPL
— CNBC (@CNBC) November 6, 2025
Laut Berichten von CNBC hat Cathie Wood ihr Bitcoin-Kursziel für 2030 von 1,5 Millionen auf 1,2 Millionen US-Dollar reduziert. Die Kürzung um zwölf Prozent markiert eine deutliche Kehrtwende für die prominente Investorin. Wood begründet den Schritt mit der unerwartet schnellen Skalierung von Stablecoins.
Die ARK-Invest-Chefin erklärt, dass Stablecoins mittlerweile Aufgaben übernehmen, die sie ursprünglich Bitcoin zugedacht hatte. Der Markt sehe Stablecoins zunehmend als Wertaufbewahrung und digitales Zahlungsmittel. Besonders in Schwellenländern wachse die Akzeptanz rasanter als erwartet.
Wood bleibt Bitcoin-Optimistin trotz Kürzung
Trotz der Prognose-Anpassung hält Wood an ihrer bullishen Bitcoin-Einstellung fest. Institutionelle Adoption bleibe ein Haupttreiber für die langfristige Kursentwicklung, betont die Investorin. Wood hatte ihre ursprüngliche Prognose von 1,5 Millionen US-Dollar im November 2024 veröffentlicht.
Damals nannte sie regulatorische Klarheit und institutionelles Interesse als zentrale Faktoren. Diese würden Bitcoin als Anlageklasse stärken und für Portfolio-Diversifikation unverzichtbar machen, argumentierte Wood. Die Investorin ist seit 2015 in Bitcoin engagiert und bevorzugt BTC gegenüber Ethereum.
Stablecoins erobern den Krypto-Markt
Der Stablecoin-Sektor hat in den vergangenen Jahren massiv an Bedeutung gewonnen. Menschen nutzen Stablecoins bereits für alltägliche Transaktionen wie Lebensmitteleinkäufe, Gehaltszahlungen und als Inflationsschutz. Ripple hebt Infrastruktur, Interoperabilität und Transparenz als Schlüsselfaktoren hervor.
Jack McDonald, CEO von Standard Custody und SVP Stablecoins bei Ripple, betont die Bedeutung des Stablecoin-Designs. Vollständige Transparenz bei Reserven und Rücknahme sei entscheidend, so McDonald. Ripples RLUSD-Stablecoin hat kürzlich die Marke von einer Milliarde US-Dollar Umlauf überschritten. Das Wachstum wird von steigender Akzeptanz bei Privat- und institutionellen Anlegern getrieben.
Woods Kursziel-Korrektur spiegelt eine sich wandelnde Krypto-Landschaft wider. Während Bitcoin als digitales Gold gilt, erobern Stablecoins die Rolle als praktisches Zahlungsmittel. Die Frage bleibt: Kann Bitcoin beide Funktionen vereinen – oder wird die Aufgabenteilung zum neuen Standard?






