Während Krypto-Aktien am Montag in einem brutalen Abverkauf untergehen, schlägt Cathie Woods ARK Invest zu und kauft Bullish-Anteile im Wert von 10,2 Millionen US-Dollar. Die Aktie der Krypto-Börse fällt auf ein neues Allzeittief.
- ARK Invest kauft 277.000 Bullish-Aktien bei historischem Tiefstkurs
- Krypto-Aktien erleben Massenabverkauf – Coinbase verliert 7 Prozent
- Experten sehen möglichen Marktboden noch diese Woche

ARK Invest hat am Montag massiv bei der Krypto-Börse Bullish zugegriffen. Laut den täglichen Handelsdaten erwarb der ARK Innovation ETF (ARKK) 191.195 Aktien, während ARKW weitere 56.660 Anteile kaufte. Der ARKF-Fonds sicherte sich zusätzlich 29.208 Aktien.
Die Zukäufe erfolgten, während die Bullish-Aktie (BLSH) um 4,5 Prozent auf 36,75 US-Dollar einbrach. Über die vergangenen sechs Monate summiert sich der Kursverlust auf knapp 46 Prozent.
Timing vor Quartalszahlen
Das Investment kommt nur einen Tag vor der Veröffentlichung der Q3-Zahlen von Bullish, die für Mittwoch erwartet werden. Die von Peter Thiel unterstützte Börse meldete im zweiten Quartal einen bereinigten Umsatz von 57 Millionen US-Dollar – ein Rückgang gegenüber 67 Millionen US-Dollar im Vorjahr. Allerdings schwang das Unternehmen von einem Verlust von 116,4 Millionen US-Dollar zu einem Nettogewinn von 108,3 Millionen US-Dollar.
Krypto-Aktien im Sturzflug
Der gesamte Sektor der Krypto-Aktien erlebt einen heftigen Rückschlag. Mining-Giganten wie Marathon Digital (MARA) verloren 4 Prozent, Riot Platforms (RIOT) und CleanSpark (CLSK) schlossen ebenfalls im Minus.
Michael Saylors Bitcoin-Treasury-Firma Strategy rutschte am Montag um 2 Prozent ab. Über die letzten fünf Handelstage beträgt der Verlust mehr als 18 Prozent.

Stablecoin-Emittent Circle (CRCL), der erst dieses Jahr an die Börse ging, brach um über 6 Prozent ein. In fünf Tagen summiert sich das Minus auf mehr als 26 Prozent.
Coinbase, die größte US-Krypto-Börse, entkam dem Abverkauf ebenfalls nicht. Die COIN-Aktie schloss 7 Prozent tiefer bei 263,95 US-Dollar.
Experten sehen Boden in Sicht
Bitcoin könnte laut Tom Lee, Chairman von BitMine, und Matt Hougan, Chief Information Officer bei Bitwise, bereits diese Woche einen Marktboden erreichen.
Lee verwies auf anhaltende Unsicherheit nach der Liquidationswelle vom 10. Oktober und Spekulationen über mögliche Zinssenkungen der Federal Reserve im Dezember. Technische Signale deuteten auf eine Erschöpfung des Abverkaufs hin, so der Analyst unter Berufung auf Tom Demar von Demar Analytics.
Hougan bezeichnete die aktuelle Preisspanne als „generationale Chance“ für Langfristanleger. Er machte ETF-Abflüsse, Verkäufe durch Großinvestoren, geopolitische Spannungen, Nervosität rund um KI-Bewertungen sowie Bedenken bezüglich der Zollpolitik von Präsident Trump für den Absturz verantwortlich.






