Ein gezielter Angriff auf das Cardano-Netzwerk sorgt für Aufregung in der Krypto-Community. Charles Hoskinson weist Vorwürfe zurück, wonach „Vibe Coding“ die Blockchain lahmgelegt hätte. Der Angreifer Homer J hat sich inzwischen entschuldigt.
- Cardano erleidet Chain-Split durch alte Sicherheitslücke aus 2022
- Hoskinson: Netzwerk ging nicht down und überstand Attacke erfolgreich
- Angreifer Homer J gibt Fehler zu und bedauert KI-gestützten Exploit
This is an example of a narrative that is wrong on so many levels. Every single statement is a misrepresentation or factually wrong. But there isn't an accountable group that plays counter narrative. Thus 6 months from now it will be accepted common knowledge in the broader… https://t.co/gsWDoaL7Sc
— Charles Hoskinson (@IOHK_Charles) November 22, 2025
Ein Stake Pool Operator hat diese Woche eine fehlerhafte Transaktion im Cardano-Mainnet platziert. Die Aktion zielte direkt auf den persönlichen Stake Pool von Cardano-Gründer Charles Hoskinson ab. Dabei wurde eine Deserialisierungs-Schwachstelle in einer kryptografischen Bibliothek aus dem Jahr 2022 ausgenutzt.
Die manipulierte Transaktion führte zu unterschiedlichen Reaktionen der Netzwerk-Nodes. Neuere Versionen parseten sie fehlerhaft, während ältere sie ablehnten. Das Resultat: Ein temporärer Chain-Split mit zwei parallelen Blockchains.
War das Cardano-Netzwerk wirklich offline?
Charles Hoskinson, CEO von Input Output Global (IOG), stellte klar: Das Netzwerk ging zu keinem Zeitpunkt komplett down. „Dies ist ein Beispiel für eine Narrative, die auf so vielen Ebenen falsch ist“, erklärte der Cardano-Gründer auf Social Media. Die Block-Produktion lief auf beiden Chain-Versionen weiter.
Das Netzwerk konvergierte schließlich durch koordinierte Node-Upgrades. Hoskinson wertet dies als Beweis für die Widerstandsfähigkeit von Cardano gegenüber solchen Angriffen.
Angreifer gibt Fehler zu
Der Verantwortliche, bekannt als Homer J, meldete sich auf der Plattform X zu Wort. Er gestand die Tat und zeigte Reue. Nach eigenen Angaben entstand der Exploit aus einer persönlichen Herausforderung. Homer J nutzte KI-Tools als Unterstützung bei seinen Tests, wandte sie jedoch falsch an.
Wait someone halted Cardano today with a vibe coded exploit? LOL https://t.co/MgE9CBAWFP
— zodomo.eth (🌍,💻) (@Zodomo) November 22, 2025
Diese Situation löste eine Debatte über sogenanntes „Vibe Coding“ aus – das Schreiben von Code mithilfe künstlicher Intelligenz. Kritiker wie Nic Carter behaupteten, „irgendein Typ hat per Vibe Coding einen Exploit gebaut, der die gesamte Cardano-Blockchain lahmlegte“.
Hoskinson verteidigt Cardano-Entwicklung
Der IOG-Chef widersprach dieser Darstellung vehement. Hoskinson bezeichnete den Vorfall als „offensichtlich hochpersönlichen Angriff“. Die Vibe-Coding-Narrative schade zehn Jahren formaler Methoden und wissenschaftlicher Arbeit, so der Cardano-Gründer.
„Es ist ein sehr obskurer Bug, der aus einer Bibliothek von 2022 stammt und drei Jahre später entdeckt wurde“, erklärte Hoskinson. Wahrscheinlich habe jemand mit fundiertem Cardano-Wissen die Schwachstelle gefunden und ausgenutzt.
Die Cardano-Community diskutiert nun intensiv über Sicherheitsmaßnahmen und die Rolle von KI-gestützten Entwicklungstools. Hoskinson betont jedoch: Das Netzwerk hat bewiesen, dass es selbst gezielte Attacken übersteht.






