Bitcoin verzeichnet den schlechtesten November seit 2019 mit einem Minus von fast 17 Prozent. Doch Analysten sehen in der aktuellen Kapitulation eine vielversprechende Einstiegschance für langfristige Investoren. Der Dezember könnte die Trendwende bringen.
- Bitcoin verliert im November fast 17 Prozent – schlechtester Monat seit 2019
- Experten sprechen von Kapitulation und Kaufgelegenheit für Smart Money
- Technische Analyse zeigt kritische Marke bei 93.000 US-Dollar

Bitcoin steuert auf den schlechtesten November seit mindestens 2019 zu. Die führende Kryptowährung notiert aktuell bei rund 91.500 US-Dollar und hat damit im laufenden Monat knapp 17 Prozent eingebüßt. Laut Daten von CoinGlass kommt dieser Verlust den Verlusten aus dem November 2019 nahe, als BTC um 17,3 Prozent abstürzte.
Der bisher schwächste November ereignete sich 2018, als Bitcoin während des brutalen Bärenmarkts nach dem Höchststand von 2017 um 36,5 Prozent einbrach. Zuletzt schloss die Kryptowährung im November 2022 mit einem Minus von 16,2 Prozent.
Kapitulation schafft Einstiegschancen
Nick Ruck, Research-Direktor bei LVRG, bewertet die aktuelle Schwäche positiv. „Während der November für Krypto rot drucken wird, signalisiert die Kapitulation eine Gelegenheit für smarte Investoren, wieder einzusteigen“, erklärt Ruck. Überschuldete Marktteilnehmer und nicht nachhaltige Projekte seien weitgehend ausgeschieden. Das schaffe Raum für neue langfristige Investoren, sich vor einem vielversprechenden neuen Jahr zu positionieren.
Krypto-Educator Sumit Kapoor ergänzt, dass der November normalerweise einer der stärksten Monate für Bitcoin sei. Mit nur wenigen verbleibenden Handelstagen und einem ruhigen Thanksgiving-Wochenende steuere BTC jedoch auf den schlechtesten November seit 2018 zu.
Institutionelle Anleger ändern Zyklus
Justin d’Anethan, Research-Leiter bei Arctic Digital, verweist auf den traditionellen Vier-Jahres-Zyklus von Bitcoin. In der Vergangenheit hätten Oktober, November und oft auch Dezember mit Kursgewinnen abgeschlossen. Der aktuelle Zyklus sei durch die Einführung von Spot-Bitcoin-ETFs in den USA Anfang 2024 früher gestartet worden.
„Ich sehe das positiv“, so d’Anethan. Die Tatsache, dass Institutionen endlich in bedeutendem Umfang eingestiegen seien, verändere das Tempo, die Breite und das Timing der Krypto-Kursbewegungen.
Kritische Marke bei 93.000 US-Dollar
Technische Analysten beobachten die monatliche Kerze von Bitcoin genau. Analyst CrediBull Crypto nennt zwei relevante Niveaus für den Monatsschluss: 93.401 US-Dollar und 102.437 US-Dollar. Ein Schluss über 93.000 US-Dollar wäre ein positives Signal, während ein Schluss über 102.000 US-Dollar extrem bullish wäre.
Not much to update on $BTC.
— CrediBULL Crypto (@CredibleCrypto) November 27, 2025
The 74k level that I referenced over 3 months ago as the key HTF level that should not be breached on any pullbacks still holds, despite 95% of crypto twitter flipping bearish over the last couple weeks.
HTF bullish structure remains in-tact as we… pic.twitter.com/b6Q48qaDe3
Zum Zeitpunkt der Veröffentlichung handelte Bitcoin bei 91.480 US-Dollar. Die Kryptowährung zeigte sich in den letzten 24 Stunden seitwärts und scheiterte am Donnerstag daran, den Widerstand knapp unter 92.000 US-Dollar zu durchbrechen. Anleger beobachten nun gespannt, ob BTC die kritische Schwelle zum Monatsende halten kann.





