Bitcoin ist am Mittwoch auf 112.566 US-Dollar gefallen – den tiefsten Stand seit zwei Wochen. Grund sind die Nervosität vor Jerome Powells Jackson-Hole-Rede am Freitag und schwächere Zinssenkungserwartungen. Trotz des Kursrückgangs kaufen Unternehmen weiterhin massiv Bitcoin.
- Bitcoin fällt unter 113.000-Dollar-Marke vor Fed-Versammlung
- Zinssenkungserwartungen sinken nach Inflationsdaten auf 82 Prozent
- 297 öffentliche Einrichtungen halten bereits 17 Prozent aller Bitcoin
Der Kryptomarkt zeigt sich nervös vor der mit Spannung erwarteten Rede von Fed-Chef Jerome Powell. Am Mittwoch rutschte Bitcoin zeitweise auf 112.566 US-Dollar ab. Das entspricht dem niedrigsten Niveau seit dem 3. August.
Warum fällt Bitcoin vor der Powell-Rede?
„Das ist ein Schnappschuss der steigenden Nervosität im Markt“, erklärt Ryan Lee, Chefanalyst der Kryptobörse Bitget. Die makroökonomischen Spannungen rund um Powells Auftritt würden „Angstspitzen“ bei digitalen Asset-Händlern auslösen.
Die Fed-Versammlung in Jackson Hole könnte entscheidende Signale für die Zinspolitik vor dem September-Meeting senden. Investoren hoffen auf klare Hinweise zu möglichen Zinssenkungen.
Inflationsdaten dämpfen Zinshoffnungen
Die Stimmung verschlechterte sich nach den US-Verbraucherpreisdaten vom 12. August. Der Verbraucherpreisindex stieg um 2,7 Prozent im Jahresvergleich – deutlich über der Fed-Zielmarke von zwei Prozent.
Nach den Inflationszahlen sanken die Zinssenkungserwartungen um zwölf Prozent auf 82 Prozent. Vor einer Woche lagen sie noch bei über 94 Prozent, zeigen CME-Daten.
Unternehmen kaufen trotz Kursrückgang
Während Privatanleger verunsichert sind, setzen institutionelle Investoren weiterhin auf Bitcoin. Mindestens 297 öffentliche Einrichtungen halten mittlerweile Bitcoin – ein Anstieg von 124 seit Juni-Beginn.

Diese Unternehmen besitzen zusammen 3,67 Millionen Bitcoin. Das entspricht über 17 Prozent des gesamten Bitcoin-Angebots, zeigen Daten von BitcoinTreasuries.NET.



