BlackRock-Manager Robbie Mitchnick offenbart eine brisante Wahrheit: Die Kunden des weltgrößten Vermögensverwalters setzen bei Bitcoin nicht auf die Zahlungsvision. Stattdessen dominieren Stablecoins das Rennen um digitale Bezahlsysteme. Cathie Wood zieht bereits drastische Konsequenzen.
- BlackRock-Kunden ignorieren Bitcoin als Zahlungsnetzwerk komplett
- Stablecoins erobern Zahlungsmarkt schneller als prognostiziert
- ARK-Invest-CEO Wood senkt Bitcoin-Prognose um 300.000 Dollar
Robbie Mitchnick, Leiter für digitale Assets bei BlackRock, räumt ein: Seine Kunden kaufen Bitcoin nicht wegen künftiger Zahlungsfunktionen. „Für uns und die meisten unserer Kunden spielt das globale Zahlungsnetzwerk-Szenario heute keine Rolle“, erklärt Mitchnick in einem aktuellen Podcast-Interview. Die Bitcoin-Zahlungsvision sei lediglich ein spekulativer Bonus.
Die Investoren fokussieren sich stattdessen klar auf die „Digital Gold„-These. Bitcoin gilt als Wertspeicher, nicht als Zahlungsmittel. Mitchnick betont dabei, dass Bitcoin-Zahlungen zwar nicht ausgeschlossen seien, aber „deutlich spekulativer“ bleiben.
Skalierung bleibt größte Hürde
Für eine Zahlungsrevolution müsste Bitcoin massive technische Fortschritte machen. „Es muss noch viel passieren in Sachen Bitcoin-Skalierung, Lightning und anderen Lösungen“, so Mitchnick. Galaxy Research stellte bereits im August 2024 fest, dass viele Bitcoin-Layer-2-Netzwerke langfristig nicht nachhaltig seien.
Derweil feiern Stablecoins spektakuläre Erfolge. Mitchnick attestiert ihnen „massiven Product-Market-Fit als Zahlungsinstrument“. Die digitalen Dollar-Kopien dominieren bereits Krypto-Trading und DeFi. Ihr Potenzial reicht jedoch weit darüber hinaus: Überweisungen, internationale Unternehmenstransaktionen und Kapitalmarkt-Abwicklungen stehen bevor.
Wood kappt Bitcoin-Prognose drastisch
ARK-Invest-CEO Cathie Wood zieht bereits Konsequenzen aus dem Stablecoin-Boom. Sie reduzierte ihre Bitcoin-Prognose für 2030 von 1,5 Millionen Dollar auf rund 1,2 Millionen Dollar. „Stablecoins übernehmen Teile der Rolle, die wir für Bitcoin vorgesehen hatten“, begründet Wood den Schritt.
Schwellenländer und US-Institutionen setzen verstärkt auf neue Zahlungsschienen mit Stablecoins. Tether-Mitgründer Reeve Collins prognostiziert sogar, dass bis 2030 „alle Währungen“ zu Stablecoins werden. Ein radikaler Wandel zeichnet sich ab.
BlackRocks klare Positionierung zeigt: Bitcoin kämpft an zwei Fronten. Als Wertspeicher glänzt die Kryptowährung. Als Zahlungsmittel bleibt sie Wunschdenken. Stablecoins haben das Rennen längst entschieden.






