Der Krypto-Verwaltungsriese BitGo hat offiziell seinen Börsengang-Antrag bei der SEC eingereicht und strebt eine Notierung an der New York Stock Exchange an. Mit 90,3 Milliarden Dollar verwalteten Vermögens positioniert sich das Unternehmen als einer der größten Custody-Anbieter der Branche. Das steckt hinter dem ambitionierten IPO-Plan.
- BitGo reicht IPO-Antrag mit 90,3 Milliarden Dollar Assets ein
- NYSE-Listing unter Ticker „BTGO“ geplant
- CEO behält Kontrolle durch spezielle Aktienstruktur
NEW: @BitGo’s S-1 for future IPO just dropped pic.twitter.com/nbWtKsDgjX
— James Seyffart (@JSeyff) September 19, 2025
Das in Palo Alto ansässige Unternehmen verwaltet derzeit Vermögenswerte von etwa 90,3 Milliarden Dollar auf seiner Plattform. Diese beeindruckende Summe spiegelt die wachsende institutionelle Nachfrage nach professionellen Krypto-Verwahrungsdiensten wider.
BitGo bedient über 4.600 Unternehmen und mehr als 1,1 Millionen Nutzer in 100 Ländern weltweit. Die Plattform unterstützt dabei über 1.400 verschiedene digitale Assets und richtet sich sowohl an Krypto-native Firmen als auch an traditionelle Finanzinstitute.
CEO behält Macht durch Sonderrechte
BitGo-Mitgründer und CEO Michael Belshe wird auch nach dem Börsengang die Kontrolle behalten. Dies ermöglicht eine Dual-Class-Aktienstruktur, bei der seine Class-B-Aktien 15 Stimmen pro Aktie besitzen.
Im Gegensatz dazu erhalten normale Anleger nur eine Stimme pro Class-A-Aktie. Diese Konstruktion qualifiziert BitGo als „kontrolliertes Unternehmen“ nach NYSE-Regeln.
Starke Konkurrenz im Custody-Markt
Der Timing des IPO-Antrags erscheint strategisch geschickt gewählt. Andere Krypto-Unternehmen wie Circle, Bullish und Figure verzeichneten zuletzt erfolgreiche Börsendebüts.
Gleichzeitig drängen traditionelle Banken verstärkt in den Custody-Bereich. US Bancorp hat seine digitalen Verwahrungsdienste bereits wieder aufgenommen, nachdem regulatorische Hürden der Trump-Administration beseitigt wurden.
Die Deutsche Bank kündigte zudem an, ab nächstem Jahr Krypto-Custody-Services für ihre Kunden anzubieten. Auch Citigroup erwägt Berichten zufolge den Einstieg in Kryptowährungs-Verwahrungs- und Zahlungsdienste.






