Ethereum-Mitbegründer Vitalik Buterin fordert stärkere Kryptografie-Standards für die gesamte Branche. Bitcoins aktuelle Hashrate von 2^96 Hashes zeigt laut Buterin, dass bisherige Sicherheitsmaßnahmen nicht mehr ausreichen. Das steckt dahinter.
- Buterin berechnet Bitcoins kumulative Proof-of-Work auf 2^96 Hashes
- Ethereum-Forscher Drake propagiert 128-Bit-Sicherheitslevel
- Ältere Krypto-Systeme könnten anfällig werden
My rough math based on average difficulty stats suggests that Bitcoin mining crossed the total 2**96 hashes milestone very recently?
— vitalik.eth (@VitalikButerin) December 5, 2025
Seems like a good reason to insist on (close to) 128 bit security (ie. @drakefjustin was right) pic.twitter.com/zrwtbdnan3
Vitalik Buterin hat sich jüngst auf der Social-Media-Plattform X zu Wort gemeldet und nachdrücklich für höhere Kryptografie-Standards plädiert. Der Ethereum-Gründer analysierte Bitcoins kumulative Proof-of-Work und kam zu einem bemerkenswerten Ergebnis.
Basierend auf aktuellen Schwierigkeitsdaten hat Buterin errechnet, dass Bitcoin mittlerweile rund 2^96 Hashes erreicht hat. Dieser Meilenstein entspricht 96 Bit an Sicherheit. Eine gewaltige Rechenleistung, die jedoch nach Buterins Ansicht ein Problem offenbart.
Warum 128-Bit-Sicherheit notwendig ist
Der Ethereum-Chef lobte dabei seinen Kollegen Justin Drake. Der Ethereum-Forscher setzt sich bereits für 128-Bit-Sicherheitsniveaus ein, wie sie etwa in Vorschlägen wie BLS12-381-Kurven und der Lean-Ethereum-Roadmap zu finden sind.
Buterin argumentiert, dass die Branche mit stärkerer Kryptografie der wachsenden Rechenpower voraus sein muss. Viele ältere Krypto-Systeme bieten faktisch nur etwa 128 Bit Sicherheit gegen bestimmte Angriffe. Dies könnte sie künftig verwundbar machen.
Bitcoin-Sicherheit unter der Lupe
Bitcoin sichert sich über den Proof-of-Work-Konsensmechanismus ab. Miner müssen dabei Milliarden von SHA-256-Hashes berechnen, um gültige Blöcke zu finden. Die kumulative Proof-of-Work stellt die gesamte Energiebarriere dar, die ein Angreifer überwinden müsste.
Das Erreichen von 2^96 Gesamt-Hashes bedeutet, dass Bitcoins Blockchain nun durch etwa 96 Bit Brute-Force-Sicherheit geschützt ist. Buterin nutzt genau diesen Meilenstein als Argument dafür, dass kryptografische Primitive industrywide mindestens 128-Bit-Sicherheitslevel anstreben sollten.
Die Debatte um Krypto-Sicherheitsstandards dürfte damit an Fahrt aufnehmen. Ob sich Buterins Forderung durchsetzt, bleibt abzuwarten.






