Der Bitcoin-Mining-Riese MARA Holdings plant eine 850-Millionen-Dollar-Finanzierung über Wandelanleihen bis 2032. Ein Teil der Mittel fließt direkt in den weiteren Ausbau der Bitcoin-Treasury. Zusätzlich sollen bestehende Schulden reduziert werden.
- MARA sammelt 850 Millionen Dollar über Nullkupon-Wandelanleihen ein
- Optionale Aufstockung um weitere 150 Millionen Dollar möglich
- Bitcoin-Reserven werden weiter ausgebaut, Schuldenabbau geplant

MARA Holdings setzt seine aggressive Bitcoin-Strategie fort und plant eine der größten Kapitalrunden des Jahres im Mining-Sektor. Die Nullkupon-Wandelanleihen mit Laufzeit bis 2032 zahlen keine Zinsen und können unter bestimmten Bedingungen in Aktien oder Bargeld umgewandelt werden.
Das Unternehmen behält sich vor, die Anleihen ab 2030 zurückzukaufen. Anleger können sie jedoch früher zurückgeben, falls die Aktie schlecht performt. Bis zu 50 Millionen Dollar der Erlöse fließen in die vorzeitige Tilgung von 2026er-Schulden.
MARA-Aktie unter Druck
Die Ankündigung belastete die MARA-Aktie im vorbörslichen Handel mit einem Minus von rund 5 Prozent. Um das Verwässerungsrisiko durch Wandlungen zu begrenzen, plant das Unternehmen sogenannte Capped-Call-Transaktionen als Absicherung.
Die begleitenden Banken dürfen im Rahmen ihrer Hedging-Aktivitäten mit MARA-Aktien handeln, was den Aktienkurs während der Preisfindung beeinflussen könnte.
Bitcoin-Strategie wird forciert
Die Kapitalerhöhung ist Teil von MARAs umfassender Bitcoin-Strategie. Erst kürzlich erhöhte das Unternehmen seine Investition beim SEC-registrierten Krypto-Verleiher Two Prime und stockte seine Bitcoin-Allokation von 500 auf 2.000 BTC auf.
Im Mai schürfte MARA weitere 950 Bitcoin und brachte die Gesamtbestände auf 50.000 BTC. Davon wurde bisher kein einziger Bitcoin verkauft. Der Trend zur Bitcoin-Akkumulation über Finanzinstrumente zieht weitere Kreise: MicroStrategy unter Michael Saylor sammelt weitere 500 Millionen Dollar für seine massive Position von über 607.000 Bitcoin ein.



