Millionen Deutsche erhalten nun einfachen Zugang zu Bitcoin (BTC), Ethereum (ETH) und Solana (SOL). ING Deutschland integriert Krypto-Produkte ins bestehende Wertpapierdepot – ohne Wallets, ohne private Schlüssel. Das steckt dahinter.
- ING bietet Krypto-ETPs von VanEck, 21Shares und Bitwise im Direkt-Depot an
- Bitcoin-Investment nach einem Jahr steuerfrei – wie beim direkten Coin-Besitz
- Neun Prozent der deutschen Privatanleger besitzen bereits Krypto
Der Schritt der ING Deutschland markiert einen Wendepunkt für deutsche Privatanleger. Ab sofort können Kunden über ihr bestehendes Direkt-Depot in börsengehandelte Krypto-Produkte investieren. Die Exchange-Traded Products (ETPs) bilden den Kurs von Bitcoin, Ethereum und Solana eins zu eins ab.
Dabei handelt es sich nicht um direkte Coins. Die ETPs sind vollständig durch echte Kryptowährungen gedeckt und werden von etablierten Anbietern wie VanEck, 21Shares und Bitwise ausgegeben. Anleger bleiben in ihrer gewohnten Bankumgebung – kein Wallet-Setup, keine komplizierten Private Keys.
Banken entdecken Krypto als Anlageklasse
ING folgt damit einem klaren Branchentrend. Bereits in den Niederlanden öffnete die Bank den Zugang zu Bitcoin, Ethereum, XRP und Solana über regulierte Produkte. Traditionelle Banken erkennen zunehmend: Krypto etabliert sich als vollwertige Anlageklasse.
„Viele Anleger suchen nach einer Lösung, die in bestehende Depotstrukturen passt, mit klaren Kosten und ohne technische Hürden“, erklärt Martijn Rozemuller, Chef von VanEck Europe. Die Zusammenarbeit mit ING erfülle genau diese Nachfrage.
Laut Deutscher Bank besitzen mittlerweile neun Prozent der deutschen Privatanleger Kryptowährungen. Die Nachfrage steigt trotz der erheblichen Kursschwankungen bei Bitcoin kontinuierlich an.
Steuervorteil macht Bitcoin-Investment attraktiv
Ein entscheidender Faktor: die steuerliche Behandlung. Für die Krypto-ETPs gelten dieselben Regeln wie beim direkten Bitcoin-Besitz. Anleger zahlen keine Kapitalertragsteuer, wenn sie ihre Position länger als ein Jahr halten.
Dieser Steuervorteil macht die Produkte besonders interessant für langfristige Strategien. Wer auf steigende Bitcoin-Kurse oder das Wachstum von Ethereum und Solana setzt, profitiert von der vereinfachten Handhabung ohne steuerliche Nachteile.
Die Integration ins Direkt-Depot ermöglicht den Handel neben Aktien, ETFs und Investmentfonds. Alles über eine Plattform, mit bekannter Benutzeroberfläche und transparenten Gebühren.
Krypto rückt ins traditionelle Finanzsystem
Mit diesem Schritt unterstreicht ING Deutschland eine klare Botschaft: Digitale Vermögenswerte wandern vom Nischen- ins Mainstream-Investment. Banken übernehmen eine aktivere Rolle bei der Verteilung von Krypto-Produkten.
Der Zeitpunkt erscheint strategisch gewählt. Während Bitcoin zwischen Höhenflügen und Korrekturen schwankt, suchen Privatanleger nach sicheren Einstiegsmöglichkeiten. Die ING-Lösung senkt die Einstiegshürde erheblich – technische Komplexität entfällt, regulatorische Sicherheit bleibt bestehen.






