Die US-Großbank JPMorgan überrascht mit einer bullishen Bitcoin-Prognose und sieht die Kryptowährung innerhalb von sechs Monaten bei 170.000 US-Dollar. Besonders brisant: CEO Jamie Dimon, bekannt als einer der schärfsten Bitcoin-Kritiker, ändert seinen Ton.
- JPMorgan prognostiziert Bitcoin-Anstieg auf 170.000 US-Dollar
- Bank sieht Kryptowährung als unterbewertet gegenüber Gold
- Jamie Dimon nennt Krypto erstmals „real“
JPMorgan predicting bitcoin at $170k in next 6-12mo, says perp deleveraging is behind us and that's it undervalued vs gold historically, which implies "significant upside next 6-12mo" pic.twitter.com/CaVVWH6L42
— Eric Balchunas (@EricBalchunas) November 6, 2025
Die größte US-Bank hat ihre Position zu Bitcoin radikal geändert. JPMorgan rechnet damit, dass die führende Kryptowährung innerhalb der nächsten sechs Monate auf 170.000 US-Dollar steigen könnte. Diese Prognose erfolgt volatilitätsbereinigt und markiert eine deutliche Kehrtwende der Großbank.
Besonders bemerkenswert ist diese Einschätzung vor dem Hintergrund der jüngsten Marktentwicklung. Bitcoin fiel kürzlich unter die psychologisch wichtige Marke von 100.000 US-Dollar und verlor dabei deutlich an Wert. Dennoch sieht JPMorgan die Kryptowährung aktuell als unterbewertet an – insbesondere im Vergleich zu Gold.
Deleveraging als Treiber identifiziert
Die Analysten der Bank führen ihren plötzlichen Optimismus auf das jüngste Deleveraging bei Bitcoin-Futures zurück. Dabei wurden gehebelte Positionen am Markt abgebaut, was JPMorgan als gesunde Marktbereinigung wertet. Die Bank argumentiert zudem, dass Abflüsse aus Bitcoin-ETFs im Vergleich zu den vorherigen Zuflüssen vernachlässigbar bleiben.
Nach schwacher Performance der Kryptowährung im Jahr 2025 sieht JPMorgan nun ein attraktives Einstiegsniveau erreicht. Die Bank betont, dass Bitcoin gegenüber Gold deutlich unterbewertet sei und Aufholpotenzial besitze.
Dimon überrascht mit neuem Ton
Einen besonderen Akzent setzt JPMorgan-CEO Jamie Dimon mit seiner geänderten Haltung. Auf der Future Investment Initiative in Riad bezeichnete er Krypto erstmals als „real“. Dies markiert eine bemerkenswerte Wende für einen Manager, der Bitcoin in der Vergangenheit als „Betrug“ abtat.
Allerdings bleibt die Einschätzung innerhalb der Finanzbranche gespalten. Während Bitwise-CEO Hunter Horsley von einem Mainstream-Durchbruch der Kryptowährungen spricht, senkte Galaxy Digital sein Bitcoin-Kursziel erst kürzlich auf 120.000 US-Dollar. Die unterschiedlichen Prognosen zeigen: Der Markt sucht weiter nach Orientierung.






