Bitcoin ist am Sonntag auf ein Zwei-Wochen-Tief von 87.600 US-Dollar gestürzt. Während Analysten die Bank of Japan als Auslöser des Verkaufsdrucks ausmachen, deutet Michael Saylor bereits den nächsten Bitcoin-Kauf an.
- Bitcoin fällt auf 87.600 Dollar – tiefster Stand seit 2. Dezember
- Strategy-Chef Saylor kündigt weitere Käufe an
- Bank of Japan könnte Freitag Zinsen anheben – 98 Prozent Wahrscheinlichkeit
₿ack to More Orange Dots. pic.twitter.com/rBi1aagDVO
— Michael Saylor (@saylor) December 14, 2025
Bitcoin rutschte am Sonntag auf 87.600 US-Dollar ab und markierte damit den niedrigsten Kurs seit dem 2. Dezember, wie Daten von TradingView zeigen. Der erneute Sonntags-Ausverkauf hat sich in den vergangenen Wochen zu einem wiederkehrenden Muster entwickelt.
Zum Zeitpunkt der Berichterstellung hatte sich die Kryptowährung allerdings bereits wieder über die Marke von 89.000 Dollar erholt.
Saylor postet „Orange Dots“ – nächster Kauf steht bevor
Während der Markt unter Druck stand, sendete Michael Saylor ein klares Signal. Der Strategy-Chairman postete am Sonntag auf X: „Back to More Orange Dots“ – begleitet von einer Portfolio-Grafik. Die „Orange Dots“ gelten als Code für anstehende Bitcoin-Käufe.
Der letzte Zukauf von Strategy erfolgte am 12. Dezember mit 10.624 BTC, laut SaylorTracker der größte seit Ende Juli. Insgesamt hält das Unternehmen mittlerweile 660.624 Bitcoin im Wert von rund 58,5 Milliarden Dollar. Der durchschnittliche Einstiegspreis liegt bei 74.696 Dollar pro Coin – Strategy bleibt damit vorerst im Plus.
Bank of Japan als Crash-Auslöser im Visier
Analysten machen die bevorstehende Zinsentscheidung der Bank of Japan als Hauptgrund für den Verkaufsdruck aus. „Die Leute unterschätzen ernsthaft, was Japan mit Bitcoin anstellen wird“, warnte Analyst „NoLimit“ am Sonntag. Frühere Zinsanhebungen in Japan hätten bereits deutliche Bitcoin-Abstürze ausgelöst.
Die Polymarket-Plattform zeigt eine Wahrscheinlichkeit von 98 Prozent, dass die japanische Zentralbank am Freitag die Zinsen um 0,25 Prozent anhebt. Justin d’Anethan, Researchleiter bei Arctic Digital, beschreibt den Rückgang auf 88.000 Dollar als „Niederlage“. Er erklärt: „In Japan schüren die Zinserwartungen die Angst vor einer erneuten Auflösung des Carry Trades, was auf Risiko-Assets lasten und Makro-Fonds sowie Daytrader dazu bringen würde, Geld vom Tisch zu nehmen.“
It is priced in.
— Sykodelic 🔪 (@Sykodelic_) December 14, 2025
I have had many people comment to me today… "Yeh bro but Japan and Venezuela"
Listen chads.
If random anon X accounts are aware of something enough to be reply guys about it, then you can quite easily understand that the smart money and market makers were… pic.twitter.com/e2MV7VEbLu
Analyst „Sykodelic“ hingegen sieht die Japan-Entwicklung bereits eingepreist. „Märkte denken vorausschauend und bewegen sich vorausschauend. Sie bewegen sich in Erwartung von Ereignissen, nicht wenn diese Ereignisse eintreten“, so der Experte.
d’Anethan rechnet dennoch mit einer Seitwärtsbewegung: „Wir erwarten, dass die Preise in dieser Spanne von 80.000 bis 100.000 Dollar bleiben, während Trader auf einen Katalysator warten, der möglicherweise nicht kommt.“





